Hoch zur See, Leck geschlagen

Leider bietet Fluch der Karibik 3 nicht die Unterhaltung der Extraklasse, wie man sie nach einem exzellenten ersten und einem immerhin guten zweiten Teil erwartet, sondern bestätigt einmal mehr das Gesetz der Serie. Um das irre komplizierte Handlungsknäuel zu durchdringen, muss man die Story wahrscheinlich zusammenhängend an einem Abend und nicht über Jahre verfolgen. Angesichts der Langatmigkeit wäre ich dabei aber eingenickt und selbst die volle Präsenz der Vorgeschichte ließe die meisten Zuschauer beim Einsortieren der Handlungsstränge ins Rotieren kommen: Aus Freund wird Feind, aus Verbündeter Verräter und umgekehrt. Fast jede Figur macht diesen Seitenwechsel in den knappen drei Stunden das ein oder andere mal durch. Überzeugen kann hingegen auch dieses mal wieder der drollige Jack Sparrow, der - im Einklang mit der phantastischen Filmmusik und den hochwertigen Spezialeffekten - den Piraten-Streifen vor dem Untergang zu bewahren vermag. Sein Solo als latent schwuchteliger Kauz mit multipler Persönlichkeit in einer Art Gummizelle ist genial einfach und trotzdem einfach genial - der Auftritt wirkt merklich erfrischend. Auch Keith Richards Part samt Gitarre bringt den von den Autoren eingeforderten Lacher. Ich würde aber sagen: Fluch der Karibik 4 tut nicht Not.
Erkenntnis : Das Popcorn in Garbsen schmeckt besser, aber die Filmspulenwechsler dort sind Pfeifen!

Bewertung: 2 von 5 Sternchen · Gesehen am 29. Mai 2007 um 20:15 im Cinestar Garbsen mit Joelle, Birgit und Dirk · Saal 6, Platz H7 · Kostenfaktor: 5,70 Euro

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