Zurück in die Vergangenheit
Wenn ich mich auch nie als treuen, zuverlässigen Serienfan gesehen habe, schaute ich doch ganz gerne die ein oder andere Folge von Akte X. Das ist jetzt gut sechs Jahre her. Wahnsinn. Nun lief also der zweite Kinofilm an und nach einem nicht abschreckenden Trailer wollte ich mal wieder Scully und Mulder in Aktion sehen. Irgendwie hatte der Kinoabend dann auch etwas nostalgisches.
Trotz der einen oder anderen Anspielung an den Serien-Hintergrund ist die Story sicher auch dem Akte-X-Unkundigen verständlich, was nicht zuletzt an dem ziemlich banalen Drehbuch liegt. [Spoiler] Dieses behandelt weder Außerirdische noch komplexe Verschwörungstheorien, sondern befasst sich mit Organhandel, pädophilen Sehern und frankenstein’schen Menschenexperimenten. Nebenbei wird dann noch am Gehirn eines Kindes nach gründlicher Vorbereitung in Form einer Google-Recherche herumoperiert. [/Spoiler] Mangels Tiefe konnte mich das alles nicht vom Hocker hauen. Mir sind Serienfolgen im Gedächtnis, die sehr viel fesselnder waren und selbst einen spannenderen Tatort meine ich schon gesehen zu haben. Bin ich alt geworden?! In den zehn Jahren zwischen den Kinofilmen hätte man da mehr leisten können. Scully und Mulder (letzterer übrigens neu synchronisiert, da der “alte” zu viel Geld wollte) vermögen aber dennoch einen passablen Film aus dem Werk zu machen und die technische Umsetzung kann ebenfalls überzeugen.
Irgendwie hatte ich nach der Vorstellung das Gefühl, noch mal wieder von den beiden (Ex-)FBI-Agenten zu hören. Mich würde nicht wundern, wenn es weitere Kinofilme oder gar neu erwachte Serien-Ambitionen gäbe. Möglicherweise war “Jenseits der Wahrheit” ja nur ein Testballon zur Einschätzung des Publikuminteresses? Jedoch wird man dadurch weniger neue Anhänger gewonnen, als alte vergrault haben - ein gelungenes Revival sieht anders aus.
Bewertung: 2 von 5 Sternchen · Gesehen am 06. August um 20h15 · im Cinemaxx Hannover am Raschplatz mit Joelle und Alex · Saal 10, Platz A12 · Kostenfaktor: 5,50 Euro
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