Und er kann noch schneller!
Eine Stunde nach der letzten Szene von Casino Royale beginnt die Story des neuen 007-Streifens. Eigentlich hatte ich vor, mir ersteren nochmals auf DVD anzusehen, da er bereits seit längerem die deutschen Kinos und mein Kurzzeitgedächtnis verlassen hat, aber auf diese Idee sind wohl mehrere gekommen: In der Videothek hatte ich so spontan keinen Erfolg. Also musste ich unvorbereitet in das Abenteuer aufbrechen - der James weiß aber ja auch nicht immer was auf ihn zukommt. Und das ist mal wieder einiges. Wie bereits beim Vorgänger türmen sich Handlungsstränge, Intrigen, Schauplätze und Bösewichte auf, so dass (wenn schon keine Vorbereitung) zumindest gesteigerte Aufmerksamkeit erforderlich ist.
Der Agent unseres Vertrauen (Vertrauen ist übrigens Mangelware in dieser Story) ist erwachsener und kälter geworden, als er es im Craig-Erstlingswerk war. Aus dem Anfänger ist ein Profi geworden.
Ich war
nie weg.
Bond #22 geht nur gut einhundert Minuten, da war ich etwas überrascht. So bleibt natürlich wenig Zeit für tiefgängige Zeichnung psychotischer Gegenspieler mit dickem Kater auf dem Schoß und dem Verlangen die Weltherrschaft an sich zu reißen. Langeweile kommt aber selbstredend nie auf - der Streifen erzählt zügig und ist einer der atemlosesten aus der Reihe, rückt aber auch näher an den Hollywood-Action-Mainstream heran und verliert so manches, was das 007-Gentleman-Label ausmacht. Etwas mehr Witz, mehr coole Sprüche, tollen High-Tech-Schnickschnack und ein richtiges Bondgirl wünsche ich mir dann beim nächsten mal wieder.
Bewertung: 4 von 5 Sternchen · Gesehen am 09. November um 17:00 · im Cinemaxx Hannover am Raschplatz mit Joelle, Alex, Meike und Bernd · Saal 1, Platz H18 · Kostenfaktor: 8,50 Euro
Auf meiner Seite findest du ja auch einen netten Bericht.
Ich fand ihn gut!
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