Buch: Das achte Opfer

4. August 2009 2 Kommentare

Der Spitzenreiter sämtlicher Kriminalitätsstatistiken verteidigt seinen Platz auch im zweiten Roman von Andreas Franz. Erneut zieht ein Unbekannter durch die Stadt am Main und hinterlässt eine blutige Spur. Vorgehensweise, Opfergruppe und Intention des Täters unterscheiden sich, das Ermittlungsteam hingegen kaum. Julia Durant führt die Sonderkommission ein weiteres Mal an und somit von einem Tatort zum nächsten.

Das achte Opfer thematisiert zahlreiche brisante gesellschaftliche Themen, zeigt die starke Grauzone zwischen Recht und Unrecht und greift die Aspekte Selbstjustiz und Todesstrafe auf, ohne dabei wirklich Position zu beziehen. Es bleibt dem Leser überlassen, wie viel Verständnis den Extremen gegenüber aufgebracht wird – das hat mir sehr gut gefallen.

Alle bereits in Jung, blond, tot erwähnten Charaktere kamen mir sehr vertraut vor. Aber auch der Schreibstil ist unverwechselbar der gleiche, manche Formulierung lässt sich gar in beiden Büchern finden. Passivrauch-Husten stellt sich erneut ein, gesoffen wird eigentlich den ganzen Tag. Franz steht auf lakonisches Lächeln! Ich wüsste zwar gerade nicht, wie man das tut, aber in seinen Büchern machen das alle. Und ja, sein Unterwäschefetisch ist pathologisch. ;)

Wenn man sich mal ein paar Rezensionen zu Krimis durchliest, behaupten ja immer sehr viele von Anfang an gewusst zu haben, wer der Täter ist. Manchmal mag das ja stimmen, aber bei diesem Buch ist es sicher meist großschnauziger Blödsinn. Von den Genies und Möchtegern-Profilern unter uns einmal abgesehen, wird man mit dem achten Opfer ziemlich lange einen ziemlich spannenden Lesespaß haben.

Bewertung: 4 von 5 Sternchen
“Das achte Opfer” von Andreas Franz
Gelesen im August 2009 · Lesezeit: drei Tage
Quelle: geliehen

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2 Kommentare

  1. DieHausfrau plappert:
    17. August 2009 um 05:33

    Andreas Franz konstruiert wirlich tolle Krimis! Aber die sehr stereotypen Dialoge, Charaktere … und das ganze Dosenbiergesaufe geht im im Laufe seiner Julia-Durant-Reihe manchesmal fast auf den Keks.

    Antworten

  2. derhenry plappert:
    17. August 2009 um 19:33

    Richtig. In dem Franz, den ich gerade am Wickel habe, geht es allerdings bisher nicht so alkoholisiert voran. Der gehört aber auch nicht zur Durant-Reihe.

    Antworten

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