Buch: Der Poet
Nach dem vermeintlichen Selbstmord seines Bruders stellt der Journalist Jack McEvoy auf eigene Faust Nachforschungen an und findet sich plötzlich mitten in FBI-Ermittlungen und der Story seines Lebens wieder.
Der Poet konnte mich mehr begeistern, als es der Kalte Tod vermochte. Anders als das erste Buch, dass ich von Michael Connelly gelesen habe, geht es hier auch nicht um den Protagonisten einer Reihe, sondern um einen ganz unabhängigen Plot. Und dieser ist ziemlich geschickt geschrieben, denn neben dem in der Ich-Perspektive verfassten Hauptteil, gibt es immer wieder Einschübe eines Erzählers, mit Momentaufnahmen aus dem Tun des Gejagten. Wirklich innovativ ist die Handlung zwar nicht, allerdings muss man dem Autor nachsehen das die Veröffentlichung bereits im Jahr 1996 erfolgte. Zu erkennen ist das ganz amüsant am Stand der Technik: Laptops sind etwas besonderes, Handys nicht die Regel und Internetverbindungen gähnend langsam.
Schön ist einmal mehr die Wendung zum so nicht Erwarteten, wenngleich es hier zum Ende hin etwas an der Auflösung hapert.
Bewertung: 4 von 5 Sternchen
“Der Poet”, orig. “The Poet” von Michael Connelly
Gelesen im Juni 2009 · Lesezeit: eine knappe Woche
Quelle: gebraucht vom schwarzen Brett gekauft