350 Seiten – und zwar ohne Kapitel und Absätze – umfasst der Monolog der Haushälterin Dolores Claiborne. Ein interessanter Stil des Buches und eine ebenso interessante Geschichte die sie da auf ihre derbe aber sympathische Art zu erzählen hat. In fünfundsechzig Jahren hat sich da einiges angesammelt, was es sich von der Seele zu reden gilt.
Alles, was ich tat, habe ich aus Liebe getan – aus der Liebe die eine Mutter für ihre Kinder empfindet. Das ist die mächtigste Liebe, die es auf der Welt gibt, und zugleich ist es die tödlichste. Es gibt kein schlimmeres Luder als eine Mutter, die Angst um ihre Kinder hat.
Mit dieser Charakterstudie hat Stephen King einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er auf klassische Horrorelemente sehr wohl verzichten kann und dennoch ein guter Roman dabei herauskommt.
Bewertung: 4 von 5 Sternchen · “Dolores”, orig. “Dolores Claiborne” von Stephen King · Gelesen im April 2009 · Lesezeit: eine Woche · Quelle: geliehen von Iris
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