Buch: Jung, blond, tot
In der Main-Metropole Frankfurt geht ein Serienmörder um. Seine Opfer sind ausschließlich jung, blond – und dann eben tot. Die Ermittlerin Julia Durant hat nur wage Spuren und diese führen ausgerechnet zur umkooperativen Highsociety der Stadt.
Der solide Krimi hat schon so manches Jahr auf dem Buckel, das ist nicht störend, verleiht ihm eher das besondere Etwas – Mobilfunk und Internet stecken in den Kinderschuhen. Leider wird mit Kripo-Klischees nur so um sich geworfen: Ohne ein kaputtes Privatleben, Kettenrauchen und jede Menge Alkohol – was die Kommissarin da sich da alles rein schüttet! – geht so eine Geschichte allem Anschein nach nicht. Dennoch ist diese gut geschrieben und bietet einen abstoßenden Einblick in das Leben der Oberschicht.
Obwohl der Täter duzende von Seiten vor Ende des Buches benannt wird, bleibt die Lektüre durchgehend spannend und ist ziemlich frei von unnützen Längen. Andreas Franz scheint einen ausgeprägten Komma-Kettensatz- und Unterwäschefetisch zu haben – das werde ich in einem weiteren Krimi aus seiner Feder überprüfen müssen!
Bewertung: 3 von 5 Sternchen
“Jung, blond, tot” von Andreas Franz
Gelesen im Juli 2009 · Lesezeit: zwei Wochen
Quelle: geliehen
Hausmeister plappert:
2. August 2009 um 09:12
Klingt ja nicht schlecht. Umso besser, weil ich gerade gestern mit dem Buch angefangen habe. Und die Hausfrau verschlingt in den letzten Wochen auch einen Andreas-Franz-Krimi nach dem anderen.
derhenry plappert:
6. August 2009 um 15:24
Komisch, die scheinen im Moment trotz Ihres Alters populär zu sein. Der zweite Teil ist, wie hier berichtet, auch gut. Gefällt mir sogar ein Tickchen besser.