Nachdem ich das Erstlingswerk von Tommy Jaud mit viel Spaß gelesen habe, musste ich mir auch gleich dieses Buch besorgen. Anknüpfend an die Handlung im ersten Teil, wird der Werdegang des ehemaligen T-Punkt-Mitarbeiters Simon Peters auch hier äußerst unterhaltsam und mit viel derben Sprachwitz geschildert.
Ich beginne mit einer Mail an Sony Ericsson, in der ich darauf hinweise, dass das Handywörterbuch des K610i weder »Arschkrapfen« noch »Schnellfickerschuhe« kennt. An Vittel schicke ich eine Mail, weil ihre scheiß Plastikflaschen stundenlang nachknacksen, wenn man sie mal eingedellt hat. Mehrfach bin ich schon vor Schreck aus dem Bett geschossen wegen des Geräusches, Einbrecher hab ich gedacht und bin mit Taschenlampe wirr durch die Wohnung gestolpert, dabei war’s nur ’ne billige Franzeckenflasche.
Wacker und unermüdlich kämpft Simon gegen die Ungerechtigkeiten seiner kleinen Welt, die “Königin der Unterschicht” und um eine Möglichkeit seiner prekären Lage zu entfliehen.
Leider werden viele liebenswerte Nebencharaktere des ersten Teils nur kurz erwähnt und spielen für die Geschichte keine große Rolle, während sich die neu geschaffenen eher im Hintergrund aufhalten.
Dennoch: Dir hat der Vollidiot gefallen? Dann mach mit dem Millionär weiter!
Bewertung: 4 von 5 Sternchen · “Millionär” von Tommy Jaud · Gelesen im Juni 2009 · Lesezeit: eine Woche · Quelle: neu aus dem Buchladen
Das ganze als Hörbuch ist auch sehr sehr empfehlenswert. Christoph Maria Herbst ist einfach genial!