Pitschi ist mit sich, seinem Leben und allem um sich herum unzufrieden: Der Job füllt ihn nicht aus, die Freundin möchte Familie und Kiesauffahrt, seine Kumpel werden einfach weggeheiratet. Was macht ein so bedrängter Mitdreißiger? Er ergreift die Flucht und (er)findet sich neu.

Ja, ich hatte Angst. Angst davor, mich früher oder später fügsam einzureihen in den bereihenhausten Stillstand provinzieller Zufriedenheit, Vater eines leicht übergewichtigen Sohnes zu werden und schließlich leicht übergewichtig exakt dort zu sterben, wo ich geboren wurde: in einer oberfränkischen Kleinstadt, in der ein Bierfest mit dem Namen Sandkerwa der absolute Höhepunkt des Jahres ist und den meisten das nur sechzig Kilometer entfernte Nürnberg schon zu groß oder zu weit weg ist.

Erst war ich etwas enttäuscht, dass sich die Geschichte nicht um den lieb gewonnene Simon aus den Büchern Vollidiot und Millionär dreht, aber Pitschi ist auch lustig und das Buch die ideale Lektüre für den Strandurlaub gewesen. Leicht und locker gelesen, oft gelacht. Wie für die Bücher von Tommy Jaud üblich, ertappt man sich an zahlreichen Stellen bei einem bestätigen Nicken, um kurz darauf perplex zu denken “das kann der ja nun nicht wirklich bringen”.

Bewertung: 4 von 5 Sternchen · “Resturlaub” von Tommy Jaud · Gelesen im Sommerurlaub, September 2009 · Lesezeit: vier Tage · Quelle: gebraucht vom schwarzen Brett gekauft

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2 Kommentare

Gravatar of DieHausfrau DieHausfrau schrieb am 17. September 2009 um 17:00

Als Hörbuch auch SEHR zu empfehlen! Dank Christoph Maria Herbst absolut großartig.

Gravatar of Der Applejünger Der Applejünger schrieb am 1. November 2009 um 11:55

Ups!! Kannte ich noch gar nicht, obwohl ich mich über “Der Vollidiot” weggeschmissen habe.

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