Buch: Vater unser
Hm, also aufmerksam wurde ich auf dieses Buch durch die ziemlich hohe Platzierung auf der Bestsellerliste meiner Buchhandlung und der Suche nach der Antwort, was man mir zu Weihnachten schenken könnte. Somit habe ich mich auf den Klappentext und irgendein zitiertes Lob verlassen und einen spannenden Thriller erwartet. Das ist “Vater unser” nicht.
Wahrscheinlich ist das Werk wahnsinnig fesselnd, wenn man plant, zukünftig bei der Staatsanwaltschaft in Lohn und Brot zu stehen oder auf andere Gerichtsromane abfährt. Mich interessieren unnötig detailliert beschriebene Verhandlungsstrategien jedoch relativ wenig und somit hält sich meine Begeisterung in Grenzen.
Neben der unoriginellen Handlung bleiben die Charaktere, trotz spürbarer Bemühungen von Jilliane Hoffman, stumpf und unnahbar und Erzählweise und Schreibrhythmus sind stellenweise irgendwie seltsam. Letzteres mag auch an der Übersetzung liegen, der Handlungsverlauf jedoch liegt in der Verantwortung des Autors, ist hier leider zu sehr vorhersehbar und findet dann doch ein zu plötzliches Ende.
Das riecht deutlich nach dem Versuch einen Fortsetzungsroman anschließen zu lassen – ich bin da dann aber nicht mehr bei.
Bewertung: 2 von 5 Sternchen
“Vater unser”, orig. “Plea of Insanity” von Jilliane Hoffman
Gelesen im Januar 2009 · Lesezeit: zwei Wochen
Quelle: Weihnachtsmann