Ein neuer Wegweiser
Ein neues technisches Spielzeug musste her. Unsere bisherigen Erfahrungen mit dem Geocachen haben wir mit einem alten eTrex Vista von Garmin gemacht. Ein wirklich gutes Gerät, aber etwas in die Jahre gekommen. Die Koordinaten mussten von Hand eingetragen werden, nachdem die Beschreibung des Caches auswendig gelernt oder auf Papier gebracht wurde. So hatten wir zwar stets ein paar Ziele dabei, aber wirklich flexibel war man nicht. Eine richtige Karte hatten wir auf dem eTrex genauso wenig, wie ein Verbindungskabel zum PC (an dem so ein komischer proprietärer Stecker gehört).
Nun haben wir uns für das Dakota 20 entschieden. Auf dem Markt der GPS-Geräte ist es preislich in der unteren Hälfte angesiedelt und extra auf die Bedürfnisse von Geocachern ausgerichtet. Mit etwa 10 x 5,5 Zentimetern ist es fast hemdtaschentauglich und auch hinreichend leicht. Das geht natürlich zu Lasten des Displays, welches aber immerhin farbig und “touchig” ist.
Der erste Eindruck ist ein guter. Das Gerät kommt schick und wertig verarbeitet daher und schmeichelt der Handfläche. Wer jemals ein iPhone in Händen hielt, dem gruselt es jedoch leicht, wenn er sich dem Display zuwendet: Bedingt durch die Abmessungen des Empfängers kann es größer zwar nicht sein, aber die Auflösung ist doch eher mau und das Ansprechverhalten beim Scrollen und Auswählen nicht gerade hochpräzise. Für navigatorische Zwecke scheint es aber ausreichend – der Praxistest wird es zeigen.


Das Menü erscheint (weitestgehend) aufgeräumt und logisch. Die Größe des Einflusses, den Geocaching auf den Outdoor-Navi-Markt hat, kann man an der Positionierung der entsprechenden Funktion im Dakota erkennen: Gleich auf der ersten Seite prangt das gc.com-Logo, hinter dem sich die Verwaltung von Geocaches verbirgt. Das musste natürlich gleich ausprobiert werden: Die generierten Pocket Querys (gmx-Dateien) auf die Speicherkarte kopiert und angeschaltet. Schon werden die nächstgelegenen Kandidaten aufgelistet, lassen sich suchen und werden in der Karte mit dem entsprechenden Icon (Tradi, Multi, etc.) dargestellt. Angaben zur Größe, Schwierigkeit, Owner, Beschreibung und Hint sowie die letzten fünf Logs hat man so stets dabei. Verzichten muss man auf Spoiler-Fotos, denn das Dakota hat keinen Bildbetrachter. Hier kommen wir aber schon zum nächsten Thema: Karten. Mit der neusten Firmware lassen sich auf die Geräte der Dakota- und Oregon-Reihe nicht nur Vektor-, sondern auch Rasterkarten laden. Wenn man nun aus einem Bild eine solche Rasterkarte erstellt, sollte man dieses auch unterwegs anzeigen können. Hierzu folgen Test und Bericht.
Zurück zu Vektor-Karten: Geliefert wird der kleine Wicht mit der Basemap. Die enthält weltweit Landesgrenzen, Hauptverkehrsstraßen, Flüsse und weiteres. Für Autofahrer, Radfahrer oder gar Wanderer ist das bei weitem nicht ausreichend. Dafür gibt es aber ja (neben den teuren Topo-Karten von Garmin) das Open-Street-Map-Projekt. Die OSM von Deutschland (etwa 360 MB) funktioniert hier klasse. Achja, Speicher: 850 MB und die Möglichkeit SD-Karten einzubauen sind integriert.
Toll ist der Empfang von GPS-Signalen. Zwischen dem alten eTrex und dem neuen Dakota liegen da Welten. Selbst die erste Initialisierung ging fix und seitdem wird die Position nach dem Einschalten sofort richtig erkannt und sogar hier am Schreibtisch gehalten.
So, jetzt drückt uns mal die Daumen, dass das Wetter am Sonntag mitspielt. Dann wird der Neue in der freien Wildbahn getestet. Meine Eindrücke hinsichtlich Genauigkeit, Stromverbrauch, Alltagstauglichkeit beim Cachen und weitere Erfahrungen werde ich dann natürlich zum Ausdruck bringen.
Hier geht es weiter im Test.