Film: 2012

26. November 2009 4 Kommentare

Mit seinem neusten Streich 2012 tobt sich Roland Emmerich mal wieder so richtig aus. Wie ein Kind, dem man Bauklötze in die Hand gibt, lässt er Türme einstürzen, Autos durch die Gegend fliegen und ganze Städte von der Bildfläche verschwinden. Dabei sind die Bilder stärker, die Effekte überzeugender, als alles was man bisher in diesem Genre vor die Augen bekam.

Erdbeben, Vulkane und Tsunamis wirken gemeinsam auf unseren Heimatplaneten ein und drohen ihn ausgerechneten an meinem Geburtstag zu zerstören. In einer geheimen Aktion versuchen Regierungen (selbstverständlich unter Führung der USA) und Wissenschaftler zu retten, was zu retten ist – Tiere, Kunstwerke aber in erster Linie sich selbst. Natürlich braucht eine solche Story ihre Helden: Wichtig sind da immer Wissenschaftler – hier wird ihnen erstaunlicherweise von Anfang an geglaubt – und selbstlose Staatsoberhäupter, die, einem Kapitän gleich, erst alle anderen vom sinkenden Schiff gerettet wissen wollen. Desweiteren geht auch nichts ohne einen Dady, der seine Familie rettet. Diese Rolle übernimmt in 2012 John Cusack (Zimmer 1408, Identität).

Die beste Leistung liefert Woody Harrelson (No country for old men, Sieben Leben), der als leicht verschrobener aber hochtechnisierter Einsiedler im Yellowstone-Nationalpark als erster Zivilist von den Geschehnissen Kenntnis erlangt. Am lustigsten von allen ist ein russischer Ex-Boxer, der gern Bentley fährt, ein Paris Hilton-Double als Freundin und einen tollen Synchronisator hat. Überhaupt zwinkert das 158-Minuten-Werk dem Katastrophen-Genre immer wieder lächelnd zu: Die Sixtinische Kapelle reißt ausgerechnet zwischen den Fingern Gottes und Adams auseinander, Gräben tun sich im übertragenden Sinne in Beziehungen und Supermärkten zur gleichen Zeit auf. Ein schöner, langer Kinoabend.

Bewertung: 4 von 5 Sternchen
Gesehen am 25. November um 20:00
im Cinemaxx Hannover Nikolaistraße · Saal 3, Platz C6
Kostenfaktor: 8,50 Euro

Andere Artikel, ähnliches Thema:

3 Kommentare

  1. Barbarella plappert:
    28. November 2009 um 10:12

    Oh ja – mir hat der Film auch gut gefallen.
    Die augenzwinkernden Hinweise fand ich auch recht lustg – und wer sich durch vollen Einsatz von Logik und Realitätsnähe ein solches Filmspektakel versaut, ist (meiner Meinung nach) selbst schuld.. ;)

    Antworten

  2. Chrischi plappert:
    28. November 2009 um 23:19

    Also 2 Kino-Gutscheine hab ich noch – vll. geht einer davon für diesen Film drauf ;-) Mal sehen.
    Aber hört sich auf jeden Fall interessant an!
    Lg chrischi

    Antworten

  3. Adam Green plappert:
    12. Januar 2010 um 16:31

    ich fand den film so schrecklich! naja habe in den letzten jahre eine abneigung gegen den emmerich entwickelt! nach the day after tommow wollte ich keine filme vom emmerich mehr sehen! mal gucken was bei seinen nächsten filmen passiert :)

    Antworten

Ein Trackback

  1. [...] 2012 [...]

Schreibe etwas dazu!

Deine eMail-Adresse wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Wenn Du über Neuigkeiten auf dem Laufenden bleiben möchtest, wird bei neuen Kommentaren eine Nachricht an diese Adresse verschickt. Jede Nachricht enthält einen Link, mit dem Du diese Funktion selber wieder ausschalten kannst. Freunde? Benötigte Felder haben ein Sternsche. Nicht neu, oder?

  1. Benachrichtigung bei neuen Kommentaren. Oder: Sei stiller Beobachter.