Film: 96 hours
Nachdem seinem CIA-Job die Ehe zur Lenni Leonore zum Opfer gefallen ist, möchte der Agent Bryan Mills (Liam Neeson, Schindlers Liste) nicht auch noch den Kontakt zu seiner 17-jährigen Tochter Kim verlieren, hängt den Regierungsjob an den Nagel und würde am liebsten der Bodyguard auf Kims Kindergeburtstag sein. Trotz intensiver väterlicher Zweifel kann seine Kleine einen Ferien-Trip samt Freundin nach Paris durchboxen. Es kommt, wie es kommen muss: Kaum in Frankreich angekommen, landen die beiden Mädchen in den Fängen eines albanischen Menschenhändlerringes aus denen Bryan sie binnen 96 Stunden befreien muss. Auf seiner Suche macht der Agent im Ruhestand keine Gefangenen, geht über Leichen und sorgt für eine Spur der Verwüstung.
Einer Ein-Mann-Armee gleich fällt Daddy in Paris ein und überrollt auf seinem Selbstjustiz-Feldzug alles, was sich ihm in den Weg stellt. Überzeichnet, unrealistisch – und doch so verständlich. Herrlich unverblümt, rau und abgebrüht.
Während sich die Kritiker von cinefacts, Hamburger Abendblatt und einige mehr auf der Suche vermeintlich menschenverachtende und politisch inkorrekte Szenen in Hose und Kinositz machten, habe ich mich prächtig unterhalten. Mein Mitleid gegenüber den zu Opfern gewordenen Gegnern hielt sich irgendwie in Grenzen.
Bewertung: 5 von 5 Sternchen
Gesehen am 03. März um 20:10
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 3, Platz A13
Kostenfaktor: 5,50 Euro