Film: Transporter 3
Natürlich wird es nichts mit dem ruhigen Leben. Entgegen seinen Plänen, aber zum Vorteil der Fans, legt Frank Martin (Jason Statham) die Angel noch einmal beiseite und jagt zum dritten mal einen schwarzen Oberklassenschlitten durch die Gegend und seine Fäuste in die Magenkuhlen Bösewichte. Zu verdanken hat er die aktuelle Entführungsgeschichte und das Loch in der Wand seines Wohnzimmers dem Schurken Jonas Johnson, einem Umweltverschmutzer der Oberliga. Der sieht aus wie Mark Medlock, wird aber von Robert Knepper besser gespielt, als der RTL-Superstar singen kann.
Traurigerweise scheint irgendeine Synapse im Hirn der Autoren plötzlich genölt zu haben “Romantik! Ihr braucht eine Liebesszene! Los!”. Und prompt wurde eine nymphomanische Junkybraut mit klischeehaften Ostblockakzent in das Buch geschrieben, deren einzige Aufgabe es zu sein scheint, ordentlich auf die Bremse von Film und A8 zu treten. Nur langsam kann der Streifen nach dem Blödsinn in der Mitte wieder Fahrt aufnehmen.
Nichtsdestotrotz legt der dritte Teil des Transporters nochmal eine ordentliche Schippe Action und Ironie nach und hält dabei an Konstanten fest: Die Story ist nach wie vor löchrig bis albern, der Chauffeur unseres Vertrauens glänzt durch Unbesiegbarkeit und als ulkige und väterliche Nebenfigur ist auch wieder François Berléand an Bord. Ist es nicht toll, dass manches im Leben so beständig ist?
Na, also. Nach den Flops zum Ende des letzten Jahres hat sich meine Meinung von Kino wieder gebessert. Der erste Film im neuen Jahr hat mich blendend unterhalten!
Tolle Stunts, einen verdammt coolen Jason Statham in seiner Paradarolle und jede Menge lockerer Sprüche ergeben eine vielversprechende Kombination für Freunde des Genres.
Noch eine Frage am Rande: Von wem ist dieser grauenhafte Abspann-Song?
Bewertung: 4 von 5 Sternchen
Gesehen am 13. Januar um 20:15
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 2, Platz B20
Kostenfaktor: 5,50 Euro