Film: Watchmen – die Wächter
Vietnam wurde von den USA besiegt, Nixon gewann erneut die Wahl und das Wettrüsten des kalten Krieges hat einen kritischen Siedepunkt erreicht. Alles in allem eine aufgabenreiche Zeit für Superhelden, die das Jahr 1985 da zu bieten hat. Doch von der Regierung in den Ruhestand befohlen und von der Gesellschaft enttäuscht, ergeben diese sich Ihrer Lethargie – bis einer von ihnen ermordet wird.
Die Superhelden ohne Superkräfte sind zu Soziopathen, Vergewaltigern und ihren eigenen Merchandisinghändlern verkommen, und somit überaus ideal in eine schmutzige Welt integriert, die sie sich eigentlich zu schützen geschworen haben.
All die Huren und Politiker werden heraufschauen und schreien: Rette uns. Und ich werde flüstern: Nein!
Tolle Bilder liefert Zack Snyder zweifelsohne. Das hat er auch schon bei seinem letzten Werk “300″ gut vermocht. Der Umfang der Geschichte wuchs zwischen diesen beiden Filmen jedoch gigantisch: Was bei “300” an Handlung fehlte, ist hier kaum unterzubringen. Auch die Extremüberlänge ist hier nicht förderlich. Die ausgefeilten Handlungsstränge und Charakterstudien der geschwätzig philosophierenden, aber sehr gut spielenden Protagonisten muss man mögen, oder man langweilt sich bei Nenas 99 Luftballons – leider ist letzteres bei mir ziemlich häufig geschehen.
Bewertung: 2 von 5 Sternchen
Gesehen am 10. März um 19:00
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 10, Platz A11
Kostenfaktor: 6,50 Euro