Habt Ihr schon ein eBook?

26. März 2009 8 Kommentare
Kindle

Technik finde ich spitze. Selbst elektronisches Spielzeug mit eher eingeschränktem Nutzen habe ich nicht selten vor der richtigen Marktdurchdringung (so sie denn überhaupt folgte) überteuert erworben. Alledings lese ich auch gerne und viel. Nachrichten häufig am iPhone, Newsletter und Artikel am Rechner. Aber: Romane, Krimis und Thriller in Buchform.

Und genau bei diesem Medium stehen wir – glaubt man Amazon, Sony & Co. – am Rande einer Revolution. Gut, diese eBooks werden bereits seit gefühlten fünf Jahren gefeiert und bei Technik- und Büchermessen als ausgereift vorgestellt, aber jetzt sollen diese Dinger doch tatsächlich den Weg in den Massenmarkt finden.

Wird ja auch Zeit: Endlich kann ich 200 ungelesene Bücher inklusive Netzteil mit mir rumschleppen, darf auf den Akkustand meines kontrastarmen Romans achten, mich ärgern wenn ich ihn aus der Hand fallen lasse und er zerbricht. Endlich kann ich mein Buch nicht mehr mit an den Strand nehmen, sondern muss es vor Sonne, Sand, Salz, Feuchtigkeit und Dieben schützen. Endlich brauche ich mein Buch nicht weiterverschenken oder verkaufen – wofür gibt es DRM? Endlich steht nichts mehr im Regal rum und riecht beim Blättern angenehm nach Druckerschwärze. Endlich spare ich bei Thalia die Versandkosten, wenn ich mir Stephen Kings “Wahn” für 20,95 EUR kaufen kann und brauche nicht nur 9,95 EUR zahlen.
Ihr seht schon, ich freue mich auf dieser Wunder nutzloser Technik wie bekloppt. Während die CD bei ihrer Einführung einige Vorteile gegenüber der Langspielplatte hatte, können Kindle und seine Geschwister kaum etwas besser als das Buch. So lange ich die komplette Bandbreite aktueller Literatur in meiner Buchhandlung um die Ecke auf schönem – gerne auch chlorfrei gebleichten – Papier zu normalen Preisen bekommen kann, werde ich mir kein eBook-Dingsbumms zulegen! Das verspreche ich. Wie sieht das bei Euch aus?

Artikelbild: Amazon

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8 Kommentare

  1. FS plappert:
    27. März 2009 um 09:58

    Ich warte noch bis die Dinger etwas ausgereifter sind, aber dann werde ich mir auf jeden Fall eines holen. Bereits jetzt lese ich nur noch im Internet Zeitung, und mittelfristig wird das mit Büchern nicht anders sein. Warum soll ich mir einen haufen Holzmedien ins Regal stellen, die nur Platz einnehmen und Staub fangen wenn ich es auch praktisch und handlich haben kann? Ich bin sicher: mit dem eBook ist es wie mit dem Handy. Am Anfang finden es alle doof, am Ende weiss keiner mehr wie man ohne das Ding klarkommen konnte.

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  2. BLOGMaNiA plappert:
    27. März 2009 um 22:33

    Eines der Dinge, die ich mir nie anschaffen werde. Ich liebe meine Bücher und mein Bücherregal! Es gibt einfach nichts schöneres, als ein Buch in der Hand zu halten. Oder wenn man einem Buch ansieht, ob es oft gelesen wurde. Der wunderbare Geruch, das alles kann ein eBook nicht, es hat im Gegensatz zu einem Buch keinen Charakter. Ich bin und bleibe bei der Druckerschwärze :)

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  3. TiKi plappert:
    29. März 2009 um 10:34

    Ein “eBook-Dingsbumms” habe ich auch nicht und werde ich mir auch nicht kaufen. Solange es Bücher aus Papier gibt werde ich diese kaufen, lesen und in mein Bücherregal stellen. Ein “altmodisches” Buch in den Händen zu halten und zu lesen kann kein “eBook-Dingsbumms” ersetzen.

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  4. Hausmeister plappert:
    30. März 2009 um 15:10

    Ich bin ja schon seit einigen Jahren Verfechter von Ebooks. Seit mehr als fünf Jahren habe ich z.B. den Franklin Ebookman, auf dem ich u.a. alle Harry-Potter-Bücher als auch alle Romane von Henning Mankells Wallander-Reihe gelesen habe. Ich finde es praktisch, dass ich jederzeit und überall was lesen kann. Mal sind es Nachrichten, mal ein Buch. Und ist es wirklich praktischer fünf Bücher mit sich herumzuschleppen, nur weil man nicht weiß, in welchem man gerade weiterlesen will? Das Argument mit DRM finde ich im Hinblick auf Ebooks auch ein wenig schwach. Platt gefragt: wo willste die denn hinkopieren? MP3s will man gerne auf CD haben oder auf einem weiteren MP3-Player (wobei ich da durchaus nachvollziehen kann, warum die Musikindustrie da was gegen hat, aber das ist ein anderes Thema…;-)). Ein Ebook liest man nun mal auf dem Ebook-Reader und nicht im Autoradio. Das Ebook kommt im Normalfall per Kauf via PC auf den Reader. Auf diesen beiden Medien kann man es also lesen. Was will man mehr?!

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  5. derhenry plappert:
    30. März 2009 um 15:46

    Aber man liest doch nicht alle Harry Potter-Bände gleichzeitig. Da habe ich den einen Band mal zu Hause und mal unterwegs dabei und danach den anderen… Das mit dem DRM habe ich im Zusammenhang mit dem (Ver)Kauf gebrauchter Bücher angebracht. Zur Zeit kaufe ich beispielsweise regelmäßig optisch fast neue und nur einmal gelesene Bücher via schwarzes Brett von Arbeitskollegen – geht das bei eBooks?

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  6. Hausmeister plappert:
    30. März 2009 um 16:58

    Okay, das ist ein Argument, das ich nicht bedacht habe. Trotzdem: ich mag meine Ebooks. ;-)

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  7. der toby plappert:
    3. April 2009 um 07:19

    Ich bezweifel ob ich längere Zeit vor einem Bildschirm kauernd – und sei dessen Auflösung und Wiederholfrequenz noch so gut – Bücher lese ohne dabei zu ermüden. Außerdem würde es mich nerven, wenn ich nicht schnell und unkompliziert Anmerkungen und Anstreichungen vornehmen könnte. Im Schulbereich wäre ein eBook allerdings sinnvoll. Wer sich die schweren Schulranzen der Kinder einmal angesehen hat weiß was ich meine. Ich selbst zahle jedes Schuljahr über 70 € dafür, dass ich Bücher _nur_ leihen darf. Welche Eltern die eher moderat bis gering verdienen klagt nicht darüber, dass dies bei zwei oder drei Kindern sehr viel Geld ist. eBooks wären in dieser Hinsicht durchaus sinnvoll.

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  8. Paule plappert:
    17. April 2009 um 22:13

    Also ich find’s geil!

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