Mobile Daten verschlüsseln
Mein USB-Stick ist drei Zentimeter lang, einen breit und zwei Millimeter hoch. Das Ding zu verlieren ist also ein Kinderspiel. Und in diesem Fall muss man nicht nur einen neuen kaufen, sondern legt bis zu acht Gigabyte Daten irgendwo in der Wildnis ab, ohne zu wissen, was damit geschieht. Persönliche Schreiben, Bankdaten, private Bilder.
Okay, der Stick ist und bleibt verschwunden, aber zumindest die Daten sind mit Mac OS-Bordmitteln leicht zu schützen – ein verschlüsseltes Image macht es möglich. Da es kinderleicht, aber nicht jedem bekannt ist, möchte ich das Vorgehen hier kurz aufzeigen.
Wie man einen USB-Stick mit einem Rechner verbindet sollte jedem klar sein. Das Laufwerk erscheint danach auf dem Schreibtisch.- Im Ordner Dienstprogramme (den öffnet man am schnellsten aus dem Findermenü Gehe zu / Dienstprogramme) befindet sich das Festplattendienstprogramm.
- Hier lässt sich ein neues Image erstellen. Name und Größe sind frei wählbar, eine 128-Bit-Verschlüsselung für den Hausgebrauch ein guter Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit.
Nun lässt sich ein Kennwort vergeben. Wer mag, speichert das gleich im Schlüsselbund ab und muss es somit nie wieder eingeben.- Auf dem Screenshot seht Ihr nun von oben nach unten die Festplatte des Rechners, meinen USB-Stick, das neu erstellte und noch leere Image und die dazugehörige .dmg-Datei.
- Diese .dmg-Datei kopiert man nun auf den Stick und löscht sie anschließend vom Schreibtisch.
- Das Image kann nun als normale Festplatte genutzt, also mit Ordnern versehen, beschrieben und hin und her kopiert werden. Ist man fertig, trennt man sowohl das Image, als auch den USB-Stick mittels Ziehen auf den Papierkorb oder Apfeltaste+E vom Rechner.
- Stöpselt man den Stick wieder ein, öffnet man ihn im Finder, klickt doppelt auf die .dmg-Datei, wird nach dem Kennwort gefragt (sofern nicht im Schlüsselbund hinterlegt) und hat sein Image wieder auf dem Schreibtisch liegen.
Zu beachten ist, dass ein solches Image nur mit Apple-Computern zu öffnen ist und die Windowswelt außen vor bleibt. Aber das Image muss ja nicht den ganzen USB-Stick ausfüllen, so dass ich nun einen geschützten Bereich verwende und einen unverschlüsselten – letzteren dann auch zum Austausch mit Windows.
Daniel plappert:
31. Juli 2009 um 17:20
Ja, das mit der Verschlüsselung ist eine super Sache. Das ganze geht unter Linux auch mit TrueCrypt, soll auch unter Windows und Mac funktionieren. Dafür muss man dann allerdings auch wieder auf allen Rechnern die TrueCrypt Software installiert haben, wenn man auf seine Daten zugreifen möchte und kann nicht über Bordmittel die Images lesen….
derhenry plappert:
31. Juli 2009 um 17:50
Richtig, truecrypt scheint die einzige plattformübergreifende – und vor allem kostenfreie – Lösung zu sein. Allerdings benötigt man auf jedem Rechner das Programm und Adminrechte.