Aufwachen de luxe

6. Mai 2010 13 Kommentare

Mit einem schrillen Signal kann ein Tag ja nur schlecht beginnen. Nach Otto-Normalverbraucher hat das mittlerweile auch die Industrie entdeckt und den einst ziemlich einfachen Wecker zu einer High-Tech-Maschine entwickelt. Während die einen durch Schlafphasen-Analyse den besten Zeitpunkt ermitteln, an dem der Besitzer doch bitte aufwachen möchte, haben andere das Ziel den schrecklichen Aufwachprozess als solchen möglichst angenehm zu gestalten. Und genau das hat sich auch das Wake-up-light von Philips (im weiteren einfach Wecker genannt) auf die Fahne geschrieben, welches ich im Rahmen des aktuellen trnd-Projektes testen soll.

In der mir zur Verfügung gestellten Variante lässt sich ein iPod oder iPhone anschließen und nicht nur Laden, sondern auch als Audioquelle verwenden. Nach dem Auspacken fiel dann auch sofort auf, dass es anscheinend keine Halterung für mein iPhone der ersten Generation gibt. Es passt zwar an den Stecker, steht auf dem kleinen Stöpsel jedoch ziemlich wackelig, was vor allem deshalb doof ist, weil man die Musikauswahl (Zappen, Spulen, Pause) am iPhone vornimmt. Das was dann aber aus dem Gerät herauskommt, kann sich durchaus hören lassen. Statt einem blechernen Mono-Sound (wie aus meinem alten Radiowecker), kommen einem ganz passable Klänge entgegen, die für den Zweck auf jeden Fall ausreichend sind.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Weckern stellt die große dimmbare Lampe dar. Sie macht ein sehr angenehmes indirektes Licht und ist in der höchsten von 20 Stufen durchaus auch als Leselampe geeignet. Weitere Funktionen sind dann noch der Radioempfang und eingebaute Geräusche in Form von Vogelgezwitscher und so. Kombinieren lassen sich Licht und Ton zu einem Aufweck- oder Einschlaf-Event, indem man entweder eingibt nach welcher Zeit es ruhig und dunkel sein soll oder eben, wann man wie geweckt werden möchte.
Hier ist das besondere des Gerätes, dass es eine halbe Stunde vor der angegebenen Aufstehzeit bereits langsam das Licht hochblenden soll und dann die Musik (auch langsam eingeblendet) ertönt. Ich schreibe an dieser Stelle bewusst soll, denn selber erlebt habe ich es noch nicht. Wach war ich bisher nämlich immer erst, wenn ich festgestellt habe, dass die Musik oder das Gelaber des Radiomoderators irgendwie nicht in meine Träume passt. Ein möglicher Grund hierfür könnte sein, dass ich für gewöhnlich die Augen beim Schlafen schließe. Ein weiterer vielleicht, dass mein Schlafzimmer eh nie stockfinster ist und zu meiner Aufstehzeit gegen 06:30 bereits nicht mehr dunkelste Nacht ist. Wie dem auch sei, wache ich ganz normal zur eingestellten Zeit auf und fühle mich danach genauso gerädert wie bei meinem Steinzeitwecker.

Was gibt es sonst noch zu berichten? Nun, ganz schick ist das Gerät schon. Leider geht das ein wenig zu lasten der Funktionselemente: Entweder verbaut man diese Drehrädchen oder Druckknöpfe. Die kombinierte Variante finde ich unpraktisch. Zum Ein- und Ausstellen des Weckers und für die Schlummerfunktion gibt es dann noch diesen Kippschalter – der macht jetzt auch nicht den massivsten Eindruck.

Spaßig ist der Test allemal und ich werde das Gerät auch weiterhin bis zum Ende der Testphase ausprobieren. Aber wahrscheinlich schicke ich es danach planmäßig zurück und kaufe es nicht für 90,- EUR von trnd ab.

Bild vom Gerät in groß.

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13 Kommentare

  1. Mia plappert:
    6. Mai 2010 um 18:42

    Mein Problem wäre, dass ich (falls ich wirklich langsam davon wach werden würde) einfach den ganzen Tag total verpeilt wäre. Da fehlt doch der Ruck, der einen früh aus dem Bett bringt und abends wieder hineinkatapultiert.

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  2. Pika plappert:
    6. Mai 2010 um 19:32

    Ich wache eh immer 10-15 min vor meinem Weckerklingeln auf und Licht stört mich auch nicht. Olli hingegen dürfte man damit wach kriegen…

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  3. KingG plappert:
    6. Mai 2010 um 22:39

    Ich weiß ja nicht was ich von den Dingern halten soll. Es gibt ja auch noch Kissen – wo eine Lampe verbaut ist und die heller werden – somit einen wecken. mhhhmm.. Aber wenn ich arsch müde bin, dann merke ich noch nicht mal das :-D

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  4. derhenry plappert:
    7. Mai 2010 um 07:08

    @Mia: Ob mit Ruck oder ohne – im Moment komm ich so oder so nicht aus den Federn. ;)
    @Pika: Wahnsinn!
    @KingG: Die liegst dann quasi auf der Lampe?! Strange.

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  5. CONeal plappert:
    7. Mai 2010 um 07:27

    Schade, dass es nichts bringt. Aber vielleicht merkst du ja doch noch eine Veränderung in den nächsten paar Tagen.

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  6. zoellner plappert:
    7. Mai 2010 um 07:29

    90€ für nen Wecker! :D Da tuts auch mein altes Handy und zur not der Funkwecker in der Arbeit. Ich will ja aufgeweckt werden und nicht wieder in den Schlaf “gesungen” werden! :D

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  7. Torsten plappert:
    7. Mai 2010 um 09:39

    Sieht gut aus, aber 99 Schleifen ist mir auch zu viel! Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass ich nicht gerne geweckt werde! ;-)

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  8. derhenry plappert:
    7. Mai 2010 um 09:57

    @coneal: Ja, mal schauen, ob es noch Veränderungen zu berichten gibt
    @zoellner & Torsten: Auf Wecken stehe ich auch nicht. UVP kostet das Ding übrigens irgendwas um die 180. ;)

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  9. Damian plappert:
    7. Mai 2010 um 10:54

    Ich hätte mit einem Schonwecker wahrscheinlich auch ein klein wenig Mühe. Lieber einmal BAMPF und dann bin ich wach und stehe auf. So eine Vogelgezwitscherlichttherapie macht mich dann wahrscheinlich noch schläfriger :-)

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  10. derhenry plappert:
    7. Mai 2010 um 20:25

    Du brauchst es auf die harte Art, Damian? ;)

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  11. Damian plappert:
    10. Mai 2010 um 10:33

    Total. :-)

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  12. Marco plappert:
    31. Mai 2010 um 23:00

    Ich habe/hatte so einen Wecker, damit war das Aufwachen wirklich wesentlich angenehmer! Nur hat mich leider das Summen des Stromkabels um den Schlaf gebracht. Deshalb steht das Teil nun irgendwo rum.

    Antworten

  13. derhenry plappert:
    1. Juni 2010 um 14:07

    @Marco: Da würde ich ja auch irre bei werden. Aber interessant, dass das Licht bei jemandem etwas bringt. ;)

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