Nicht erst nach der Lektüre dieser Memoiren ist das Leben als Hells Angel nicht mein erklärtes Ziel. Aber dennoch strahlt diese geheimnisvolle Parallelgesellschaft etwas Spannendes aus, in das sich einzublicken durchaus lohnt.

Mehr als einen Blick riskierte der Undercover-Polizist Jay Dobyns, der sich in die südwestamerikanische Rocker-Gemeinschaft eingeschlichen hat und nun von seinen Erlebnissen berichtet. Knapp zwei Jahre kämpft er um die Anerkennung der Angels, die Beweissicherung für seine Mission und vor allem um sich selbst: Den guten Familienvater, der sich in einer Welt voller Gewalt, Verachtung, Drogen und Waffen zu verlieren drohte.

Auf sehr spannende und unterhaltsame Weise liest sich das Werk nicht wie eine Akte der Staatsanwaltschaft, sondern durchgehend persönlich. Die teils schroffe Ausdrucksweise bringt den Staub von der Straße sehr gut rüber. Stellenweise gibt es jedoch Längen, die zu kürzen es sich gelohnt hätte und die Unmenge der bürgerlichen, künstlichen und Undercover-Namen lassen einen manchmal ins Straucheln geraten.

Bewertung: 3 von 5 Sternchen · “Falscher Engel”, orig. “No Angel” von Jay Dobyns · Gelesen von Dezember bis Februar · Quelle: Geburtstagsgeschenk

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2 Kommentare

Gravatar of hugo hugo schrieb am 17. February 2010 um 17:51

danke für den tipp. interessantes thema….

Gravatar of Bertl Bertl schrieb am 24. June 2010 um 18:38

ich habs auch erst vor kurzem gelesen, wirklich spannend geschrieben, sehr empfehlenswert !

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