Buch: Flammenbrut
Noch immer gibt es Leichenblässe, den dritten Teil der David Hunter-Reihe, nicht als Taschenbuch und daher wurde jetzt erst mal dieses Werk verinnerlicht.
Wieder einmal geht es um die Tiefen menschlicher Abgründe, eine sehr überschaubare Gruppe an Charakteren und eine Beziehung der besonderen Art. Anders als bei Obsession (später erschienen) gibt es aber mehr Action und Nervenkitzel.
In der ersten Hälfte des Buches lernen wir Kate kennen. Ihr Berufs- und Privatleben ist zwar nicht gerade gewöhnlich, aber auch nicht sonderlich schockierend. Das Erzählte ist keineswegs langweilig, klasse geschrieben und interessant, aber der Thriller befindet sich eindeutig im zweiten Abschnitt – das kennt man von vielen Stephen King-Beispielen. Leider nimmt das Vorwort für meinen Geschmack etwas zu viel vorweg.
Wie man es vom Autor gewohnt ist, legt er auch in Flammenbrut sehr viel Recherche-Wissen und Ernsthaftigkeit. Die häufig zu findenden Kritiken an den Erstlingswerken des späteren Hunter-Autors kann ich nicht nachvollziehen – Entwicklung und Vielseitigkeit von Simon Beckett finde ich vielmehr sehr interessant.
Bewertung: 4 von 5 Sternchen
“Flammenbrut”, orig. “Where There’s Smoke” von Simon Beckett
Gelesen im Februar 2010
Quelle: geliehen