Film: Monsters
Manchmal kann man sich im Kino ja richtig über die Blödheit der Leinwand-Helden aufregen. Sie rennen in die erste Etage, wenn der Messer-Mörder hinter ihnen her ist, sie teilen die Gruppe solange, bis auch wirklich jeder auf sich alleine gestellt ist…
In diesem Film hier weiß man ja schon anhand des ausgefalleneden Titels, mit was man es zu tun hat. Die gecastete Haupt-Blondine jedoch fragt bei jedem Aufblitzen eines Monsters wieder nur doof, was das wohl sei. Ihr Partner findet das aber wohl irgendwie süß.
Naja, zum Film: Es geht um Monster! Mal wieder sind die aus dem Himmel gefallen und dieses mal direkt irgendwo zwischen Mexiko und den USA gelandet. Um eine Unternehmerstochter sicher nach Hause zu eskortieren, muss nun ein Hiwi der Firma ran, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort ist. So langweilig und ausgelutscht die Story jetzt klingt, ist sie auch. Hätte man aus ihr etwas machen wollen, wären zumindest vernünftige Darsteller von Nöten gewesen, aber die doofe Blondine und der unsympathische Arsch von Babysitter taugen zum Aufbau von Empathie etwa so gut, wie eine Ketchupflasche zum Verfeinern eines Sternemenüs. Die Kontinuität der Geschichte ist schlecht, viele Szenen und Dialoge zu lang und von diesem albernen Monstern reden wir gar nicht erst. Ein wenig erinnert die Low-Budget-Sci-Fi-Road-Movie-Produktion an District 9. Nur ohne Action. Und nicht so gut.
Bewertung: 1 von 5 Sternchen
Gesehen am 11. Dezember um 20:10
im Cinemaxx Hannover Nikolaistraße · Saal 10, Platz D10
Kostenfaktor: 8,50 Euro
Damian plappert:
14. Dezember 2010 um 06:18
Oh Mann.
Ich lese fast ausschliesslich schlechtes über den Film. Dabei hab ich mich so darauf gefreut. Naja, trotzdem, mal sehen.
Nils plappert:
14. Dezember 2010 um 12:09
Schlechte Filme werden immer häufiger, habe grade gelesen das “The Tourist” auch unheimlicher Mist sein soll.
derhenry plappert:
14. Dezember 2010 um 12:52
Den Touristen werde ich wohl auch auslassen… Wenn Freunde den nicht hätten sehen wollen, hätte mich aber auch das Monsterdingends nicht gezogen.
Dani plappert:
15. Dezember 2010 um 21:42
Dass Monsters ein schlechter Film ist, hätte ich Dir auch sagen können. Lief bei uns in der Sneak. Aus anfänglicher Vorfreude ist schnell Fassungslosigkeit geworden. Wie Du schon sagst, die Darsteller sind langweilig, manche Dialoge triefendschlecht, die Synchro ist unsinning (spanisches Dolmetschen), Action will nicht recht aufkommen.
Abhaken!
derhenry plappert:
15. Dezember 2010 um 21:50
Hätt’ ich mal einen Warnhinweis bei Dir gefunden…
Paramantus plappert:
17. Dezember 2010 um 10:42
Ich kann mit dieser Rezension nicht wirklich übereinstimmen, kann jedoch nachvollziehen warum man den Film so schlecht bewertet. Der Film weckt nämlich eine gewisse Erwartungshaltung, da er schlicht falsch beworben wurde. Man erwartet immerhin, was der Name verspricht, bekommt aber nur eine mit Handkamera gefilmte 2-Personen-Show.
Ich habe den Film gesehen, als ich noch nie vorher etwas über ihn gehört habe, und war begeistert. Gerade weil man die Monster nicht sieht, erzeugt der Film eine beklemmende Atmosphäre. Die Anwesenheit der Monster ist in dem Film selbstverständlich und lediglich gefährlich, wenn man ihnen zufällig begegenet. Diese Monster sind “nur” sowas wie neue wilde Tiere, vor denen der Mensch wieder Angst hat, nachdem er Bären & Co. fast ausgerottet hat.
Insofern stehen die Monster nicht im Mittelpunkt. “Monsters” ist kein Monsterfilm im wahrsten Sinne des Genres, sondern eher ein Roadmovie über 2 Menschen, die sich im Laufe des Film näher kommen.
Geht man nicht mit der Erwartung an den Film ran, dass man einen Monsterschocker á la Cloverfield oder eine Sozialstudie á la District9 bekommt – denn der Vergleich liegt nahe, hinkt aber sehr gewaltig – dann kann man den Film durchaus genießen.
derhenry plappert:
17. Dezember 2010 um 11:00
Interessanterweise bin ich in gerade diesen Film gänzlich ohne Erwartungen gegangen. Noch nicht einmal einen Trailer hatte ich gesehen.
Eigentlich bin ich auch nicht der, der jetzt immer und überall hochgeradige Action haben muss, aber da für mich der Film ansonsten nichts hat, wäre das dann noch seine Chance gewesen.
Findest Du wirklich, dass die zu erwartende Liaison zwischen den beiden Konturlosen interessant ist?
Spanksen plappert:
20. Dezember 2010 um 16:19
Puh, und gerade auf den hab ich mich besonders gefreut :-/
Sebastian plappert:
28. Januar 2011 um 09:17
@Paramantus: Interessanter Ansatz. Ich werd ihn mir wohl mal auf BluRay später ansehen. Jetzt weiß ich aber wirklich um was es geht