Film: Surrogates
Man stelle sich vor, dass niemand mehr in natura am öffentlichen Leben teilnimmt, sondern diese Aufgabe einem ferngesteuerten Roboter überlässt. Die Straßen sind menschenleer und nur noch von makellosen und faltenfreien Ersatzkörpern bevölkert. Ihre Besitzer und Lenker liegen derweil auf einer kuscheligen Ganzkörperfernbedieung in den sicheren eigenen vier Wänden – zu grenzenlosen, virtuellen und folgenlosen Risiken bereit und fern jeder Verantwortungspflicht.
Klingt nach einem spannenden Filmstoff? Richtig. Im Kino thematisiert diese Zukunftsvision gerade der aktuelle Streifen mit Bruce Willis.
Technisch ist Surrogates – Mein zweites Ich ziemlich beeindruckend, denn das Roboter-Feeling wird den Darstellern durch leichte Modifikationen an Bewegungs- und Gangart, sowie großzügiges Pickelausdrücken gegeben. Die Gesichter sind glatt wie ein Babypopo.
Auch Aktionszenen sind gut gelungen, jedoch leider nicht sonderlich häufig anzutreffen. Das mag schon alleine an der Laufzeit liegen, denn nach keinen eineinhalb Stunden ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Die Konsequenz sind kaum vorhandener Tiefgang von Geschichte und Charakteren und das Gefühl, alles schon mal irgendwo gesehen zu haben, denn das durch die Rahmenhandlung gegebene Potential schöpft der Film leider nicht aus. Ohne aus der Masse der Genre-Filme hervorzustechen ist er, nicht zuletzt durch Willis (Stirb langsam eins bis vier, The Sixth Sense) und Rosamund Pike (Miranda Frost in Stirb an einem anderen Tag), durchaus sehenswert.
Bewertung: 4 von 5 Sternchen
Gesehen am 26. Januar um 20:15
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 3, Platz A14
Kostenfaktor: 6,50 Euro
CONeal plappert:
27. Januar 2010 um 23:31
Klingt sehr interessant. Wobei das wohl eher so ein Film wird, auf den ich warte und ihn mir dann auf DVD kaufe.
Tobias plappert:
28. Januar 2010 um 07:22
Oh, je. Ich fand den Film so langweilig.
derhenry plappert:
28. Januar 2010 um 08:21
Ja, ist jetzt kein “Muss im Kino sein”-Film. Aber ganz nett.
Daniel plappert:
28. Januar 2010 um 08:22
Jo, eine ähnliche Idee kommt auch im Film Avatar zum Einsatz. Dort werden dann die gleichnamigen Avatare ferngesteuert. Auch ein super Film….
Schaps plappert:
19. Februar 2010 um 11:25
Ziemlich gut ist Bruce Willis in Unbreakable, einem meiner Lieblingsfilme.
Surrogates hat mich beim ersten Trailerschauen ziemlich angesprochen, aber die Begeisterung hat dann doch nachgelassen. Ich war also nicht im Kino drin. Ansehen werd ich ihn mir aber auf jeden Fall irgendwann auf DVD dann.
Surrogates hat übrigens gerade so seine Kosten reingespielt. Aber sowas sagt ja auch nicht immer so sehr viel aus.
derhenry plappert:
19. Februar 2010 um 11:37
Ja, auf DVD dürfte wohl reichen. Und Unbreakable ist wirklich ein sehr guter Film. Die Stirb-Langsam-Reihe nicht zu vergessen…
Nils plappert:
21. Februar 2010 um 19:07
Habe eine ähnliche Beschreibung vom Film gelesen und war sehr intressert vom Film. Hab ihn mir angeguckt und war echt entäuscht, die schlechteste Rolle von Bruce. Technisch war der Film stabil aber nicht überragend. Am besten fand ich das die Rolle von dem Erfinder der Surrogates der gleiche ist wie der Erfinder von den Robotern von I, Robot.