Klingeltonmafia 2.0

5. Juli 2010 10 Kommentare

Leute, passt auf Eure Finger auf!
Der App-Store bietet ja bekanntlich eine ganze Reihe von mehr oder weniger sinnvollen Erweiterungen für das iPhone. Gerade die kostenlosen Spielereien sind dabei in letzter Zeit auffällig häufig mit sogenannten Admob-Bannern gespickt. Wenn man nun – konzentriert auf das virtuelle Elfmeterschießen oder Bewegen irgendwelcher Spielfiguren – zufällig einen solchen Banner berührt, wird man unmittelbar via SMS über den erfolgreichen Tritt in eine Abo-Falle informiert:

Das Beste für Dein Handy! 5 Gutscheine Logos + Funvideos) im Jamba TopGrafik Sparabo (4,99/Woche). Keine Infos? Sende Out an 33333. jamba.de

Das verstehst man jetzt zwar inhaltlich erst mal nicht. Klar, soll ja auch so. Aber auf der nächsten Abrechnung findest Du dann, genauso wie ich, die 4,99 wieder.
Es ist schon erbärmlich, mit welchen schmierigen Tricks dieser Schuppen Leute über den Tisch zieht. Der Clou ist dann übrigens, dass nach der Kontaktaufnahme mit Jamba (das ist kostenlos mittels Chat möglich) klar wird, dass das iPhone gar nicht zu den unterstützten Geräten zählt. Ein “Sparpaket”, das unter normalen Bedingungen schon gänzlich nutzfrei ist, wird somit natürlich nicht gerade sinnvoller.

Leider gibt es anscheinend keine rechtliche Handhabe gegen ein solches Vorgehen und der Betrag ist, sofern man sich des Problems innerhalb einer Woche bewusst wird, keines weiteren Aufwandes wert. Da Apple und Telekom da mitmachen, werden die beiden sicher wohl nicht ganz unbeteiligt an so generierten Umsätzen sein. Neu ist das ganze nicht und Kinder wurden ja bereits vor x Jahren durch Musiksender um ihr Taschengeld betrogen. Aber damals mussten wenigstens aktiv eine SMS abgeschickt werden…

Bei Mobilfunkanbietern besteht immerhin die Möglichkeit, sämtliche “Sonderdienste” für die Zukunft zu sperren. Was im Detail das bedeutet, werde ich mir mal vom Shop-Mitarbeiter erläutern lassen.
*grummel*

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9 Kommentare

  1. zoellner plappert:
    5. Juli 2010 um 23:32

    Ne oder? Schon frech. Da sollte gesetzlich vorgeschrieben werden, dass ein weiterer Klick auf “Kauf bestätigen” gemacht werden muss. Bzw sollte man bei jedem App einstellen können ob eine verbindung aufgebaut werden darf, daten gesendet werden dürfen oder auf telefondaten zugegriffen werden darf. Kenn ich zumindest ansatzweise von Nokia so.

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  2. hosae plappert:
    6. Juli 2010 um 07:43

    Ich hasse solche idiotischen Firmen. Meine Freundin hats Am Anfang des Jahres auch erwischt, als sie an so einem “Gewinne-Hier-Und-Jetzt-Ein-Niegelnagelneues-iPhone”-Gewinnspiel teilnahm.

    Andereseits hab ich mir auch schon überlegt, so eine Firma aufzumachen, weil es einfach immer wieder Leute gibt, die in diese Falle treten und das Geld kommentarlos bezahlen…!

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  3. Damian plappert:
    6. Juli 2010 um 08:49

    Früher konnte man wenigstens noch “Selber schuld” sagen. Aber je dreister solche Firmen werden, umso weniger ist man selber schuld. Selbst wenn man aufpasst, kann man da noch leicht rein geraten.

    Ich werde stinksauer bei solchen Sachen.

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  4. Vorstadtprinzessin plappert:
    7. Juli 2010 um 11:45

    Oha…. was für eine Abzocke und dann auch noch übelst frech!

    Danke aber für den Hinweis, nun achte ich ein bissel mehr darauf nicht wie wild auf meinem iPhone zu tippen ;)

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  5. derhenry plappert:
    7. Juli 2010 um 11:49

    Wenn Ihr nicht drauf klickt, hat es wenigstens was Gutes. ;)

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  6. Jaycee aus dem großartigen Atomlabor Wuppertal plappert:
    7. Juli 2010 um 17:27

    geht schnell, so etwas in der art ist mir auch schon mal passiert und eigentlich beschäftige ich mir sehr viel mit telkos und co .
    shit happens !

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  7. CONeal plappert:
    11. Juli 2010 um 23:56

    Das ist echt mies. Hätte nicht gedacht, dass das vorallem auch von Apples Seite aus zugelassen wird. Vielleicht sollte man da mal Nachfragen, vielleicht haben die das ja einfach übersehen.

    Bei welcher App ist es denn passiert?
    Von nun an werd ich definitiv auch mehr drauf achten, was ich anklicke.

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  8. derhenry plappert:
    12. Juli 2010 um 17:55

    @CONeal: Das war so eine blöde Elfmeter-Schißene-Kostenfrei-App. Wo man halt viel rumklickt / -wischt und daher gerne mal daneben klickt. Also ganz gut platziert. Dreckspack widerliches…

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  9. Kalliey® plappert:
    21. Oktober 2010 um 16:55

    Immerhin bekommt man da noch eine SMS, bei der Talking Tom App bleibt das gänzlich aus sodass man sich nachher nur wundert wo das ganze herkommt.

    Die Sperrung der Drittanbieter (sonderdienste) ist gerade bei iPhones aber auch bei Android sehr sinnvoll. Habe ich jetzt auch gemacht.

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  1. [...] eiPhone des Tages: Wie man ganz schnell an ein »Abo« für irgendetwas oft unerwünschtes kommen kan…. [...]

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