Buch: Ich darf nicht schlafen
Wenn mal wieder der Beweis zu erbringen wäre, dass geschicktes Marketing nur allzu oft mangelnde Qualität wett zu machen versucht, bietet sich dieses Buch an: Man schreibe “Thriller” auf ein auffallend gestaltetes Cover, klebe – frei von jeglichen Bezug – eine Motte drauf und spart sich dafür den Inhalt. Und damit beim Durchblättern nicht auffällt, dass die meisten Seiten leer sind und um eine Mindestdicke zu erreichen, schreibt man einfach stets den gleichen Text hinein.
Die Grundhandlung hat dabei eigentlich Potential: Christine wacht in einem Ihr fremden Schlafzimmer neben einem Unbekannten auf und erfährt im weiteren Verlauf, dass sie unter einer besonderen Art einer Amnesie leidet, die sie über Nacht sämtliche Erinnerungen vergessen lässt. Verlässlich und seit Jahrzehnten. Mit Hilfe eines Tagebuchs versucht sie die Gewalt über ihr Leben zurück zu gewinnen.
Steve Watson verdeutlicht diesen Sachverhalt nun auf etwa die gleiche Weise, wie Bill Murray vor fast 20 Jahren in Und täglich grüßt das Murmeltier. Nur nicht mit lustig. Wenn man beim Lesen dann so hartnäckig bleibt wie ich, da man sich fragt, wann denn nun der Thriller-Teil des Romans anfängt, stellt man fest, dass die Auflösung der Geschichte leider genauso fade ist wie ihr Rest und das Genre-Label hier wieder einmal nur missbräuchlich als Kaufhilfe eingesetzt wurde. Ärgerlich und nicht empfehlenswert.
Bewertung: 1 von 5 Sternchen
“Ich. Darf. Nicht. Schlafen.”, orig. “Before I go to sleep” von S. J. Watson
Gelesen im Dezember 2011
Quelle: gebraucht vom schwarzen Brett gekauft
Miss Fairytalez plappert:
24. Dezember 2011 um 01:19
Ich persönlich hasse ja Bücher deren Lektüre Zeitverschwendung ist. Danke für Deine Rezension, dann kann man sich das Buch ja schonmal sparen
Sebastian plappert:
26. Dezember 2011 um 13:03
Naja irgendwann wiederholen sich eben die Geschichten. Mal besser, mal schlechter. Danke für de Hinweis, auch wenn mir das Buch bisher nichts sagte
Spanksen plappert:
3. Januar 2012 um 11:06
Danke für die Warnung! Frohes neues Jahr!
derhenry plappert:
3. Januar 2012 um 11:50
Dir auch!