01 Dez

Film: Casino Royale

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Mit der neusten Verfilmung eines Ian Fleming-Romans aus der James Bond-Reihe, wird nicht einfach das einundzwanzigste Abenteuer des britischen Geheimagenten erzählt, sondern der Protagonist nach der Neubesetzung ziemlich renoviert interpretiert. Wie nach einer Zeitreise erlebt der erfahrene Zuschauer die Geschichte des jungen Commanders auf seinem Weg zu Doppelnull und professioneller Coolness. Interessant ist übrigens, dass man sich die Lizenz zum Töten durch zweifaches Praktizieren erwerben muss. Im weiteren Verlauf wird alles, was uns bisher als üblich und notwendig für einen Teil dieser Reihe vorkommt ignoriert. Kein Q und keine Moneypenny, weder geschüttelt noch gerührt und ein Hauptdarstellung, der nicht als unverwundbarer Supercop, sondern als Mensch dargestellt wird: Er kann bluten (und das sogar ziemlich stark) , lieben (die sehr gut spielende Eva Green) und sogar Fehler machen (damit meine ich jetzt nicht das Fahren eines Fords, sondern seinen ersten Einsatz, den er gründlich verhunzt) . Der gestriegelte Anzug will ihm noch nicht so recht passen, dafür möchte er übermütig (im wahrsten Sinne des Wortes) mit dem Kopf durch die Wand.

Passend zu dieser Neuerung: Bösewicht LeChiffre. Wie üblich hat er zwar ein körperliches Handicap vorzuweisen, allerdings ist er darüber hinaus der perfekte Antagonist für diesen Bond und passt einfach besser als die sonst oft austauschbaren größenwahnsinnigen und in Festungen und Höhlen hausenden Superschurken. Denn auch für den Terroristen-Finanzier geht es um das nackte Überleben. Seine Intention gegen Bond anzutreten liegt nicht im erreichen der Weltherrschaft, sondern im ach so menschlichen Zwang. Das einundzwanzigste Jahrhundert ist endgültig ereicht und der kalte Krieg beendet – komplizierte Verstrickungen und Terrorismus lösen den leicht identifizierbaren 1-Man-Kontrahenten ab.

Mit Ludger Pistor, Jürgen Tarrach und Clemens Schick haben es drei Deutsche in den Film geschafft. Ersterer spielt einen – für das Drehbuch ziemlich unwichtigen – Schweizer Banker. Auch wenn wenig von seinem Serien-Witz zu sehen ist, hatte ich sofort Balko vor Augen, was nicht hätte sein müssen… Leicht negativ ist mir auch das sehr starke product placement aufgefallen. Es wurde so ziemlich mit allem geworben, was Bond cool und die Möchtegern-Bonds dieser Welt zum shoppen veranlassen kann: Autos, Uhren, Laptops, Digicams.

Alles in Allem ist die Verfilmung des ersten Bond-Romans Spitzenklasse und Craig muss den Vergleich mit seinen fünf Vorgängern absolut nicht scheuen – auch wenn zuvor nicht allzu gutes über ihn berichtet wurde. Das liegt zur Hälfte an seinem Können und zum anderen Teil daran, dass ihm mit diesem Buch die Möglichkeit gegeben wurde, sich zu beweisen. Außerdem wird ihm erstmalig weibliche Unterstützung an die Hand gegeben: Das Bondgirl ist nicht (nur) für 007s Spaß da, sondern wirkt maßgebend an seiner Entwicklung mit.

Erst zum Schluß lässt 007 seinen obligatorischen "Bond, James Bond!"-Spruch von der Leine und die altbekannte Melodie ertönt – dann weiß auch der letzte im Kinosaal: Er hat einen echten Teil dieser Reihe gesehen.
Man darf auf weiteres von Bond und Craig gespannt sein!

Bewertung: 5 von 5 Sternchen
Gesehen am 28. November 2006
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 4, Platz A18
Kostenfaktor: 6,50 Euro

28 Nov

Film: Borat

Der stolze Kasache Borat (Sacha Baron Cohen) rückt mit seinem Produzenten und einer kleinen Crew aus, um "kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen". Dabei ist der Film eine Mischung aus Interviews, versteckter Kamera und Schauspielerei, wobei es nicht immer leicht fällt diese Elemente voneinander abzugrenzen und zu unterscheiden, ob man nun gespielte oder echte Szenen sieht.

Teilweise gelingt es Borat ohne große Mühen und nur durch die Präsentation verblüffend dämlicher Durchschnittsamerikaner zynisch-sarkastische Scherze auf die Leinwand zu bringen. Jedoch muss er auch oft selber agieren – und das auf eine erstaunlich mutige und selbstzerstörerische Weise: Auftritte mit knappen Nackholder-Neon-Strings oder nackte Ringszenen mit verschwitzten und vollschlanken Typen verlangen dem Zuschauer einiges ab und lassen ihn nicht selten jenes Schamgefühl spüren, welches der irakkriegfordernde und antisemitische Macho Borat anscheinend nicht besitzt und ihn so vor keiner Schmerzgrenze halt machen lässt.

Bewertung: 2 von 5 Sternchen
Gesehen am 14. November 2007
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 1, Platz H17
Kostenfaktor: 5,50 Euro

25 Sep

Film: Das Parfum

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Der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw), geboren im 18. Jahrhundert am "allerstinkendsten Ort Frankreichs" hat ein erstaunliches olfaktorisches Talent und ist in der Lage, sich alleine durch Gerüche in seiner Umwelt zu bewegen und die betörendsten Düfte zu kreieren. Allerdings entwickelt er sich zu einem Aromen-Junkie, der auf der Suche nach dem alle Sinne raubenden Jungfrauen-Supermix zum Massenmörder wird.
Es ist wahrlich eine Herausforderung in mehrfacher Hinsicht, die sich Tom Tykwer und Bernd Eichinger hier zu stellen hatten: Zum einen galt es einen weltweit über 15 Millionen Mal verkauften und in 45 Sprachen übersetzen Bestseller von Patrick Süskind auf die Leinwand zu bringen und zum anderen steht der Geruchssinn im Mittelpunkt der Handlung – ein filmisch sicher nicht gerade einfach zu lösendes Problem. Doch es funktioniert! Der Streifen begeistert durch seine geheimnisvoller Atmosphäre, die ausdruckstarken Bilder und talentierte Darsteller. Als Zuschauer stößt man nicht selten auf Details, die man als Leser sicher überflogen, sich jedoch nie so stinkend-ekelig ausgemalt hat, wie sie von Tykwer dargestellt werden…

Bewertung: 4 von 5 Sternchen
Gesehen am 19. September 2006
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 1, Platz L7
Kostenfaktor: 6,50 Euro

07 Sep

Ich bin dann mal weg

Am gestrigen Abend hat Hape Kerkeling sein erstes Buch “Ich bin dann mal weg” in der Buchhandlung Weiland vorgestellt. In dem Werk schildert er die Erlebnisse seiner sechswöchigen Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Dabei zeigte er sich – wie zu erwarten – durch und durch als Entertainer und wusste, wie er das Publikum der ausverkauften Lesung für sich und sein Buch begeistern konnte. Nachdem der 42jährige einige Abschnitte daraus verlesen und zahlreiche Fragen beantwortet hatte, war noch genügend Zeit für eine ausgiebige Autogrammstunde.

06 Sep

Film: Miami Vice

Die Handlung ist rasend schnell zusammengefasst: Zwei obercoole Undercover-Cops lassen einen Drogenhändlerring auffliegen. Leider muss der geneigte Kinobesucher 135 Minuten opfern, um den langatmigen Streifen in Gänze zu sehen und erlebt dabei gefühlte zehn Minuten kinotaugliche Aktion. Der Rest wird durch eine holprig aufgesetzte Romanzenstory, unnötige Detaillierungen, seltsame Dialoge oder gar müde Wiederholungen aufgebläht: Gleich beide Hauptdarsteller haben ein ausgedehntes Duscherlebnis mit weiblicher Begleitung und in jeder zweiten Einstellung sieht man ein Gewitter am Himmel. Die Charaktere allgemein sind leider sehr schwach und flach gezeichnet und taugen nicht als Identifikationsfiguren, was mich als Zuschauer zum eher entfernten Betrachter, denn zum mitzitternden Teilnehmer werden lässt. Die asiatische Erst-Gegenspielerin-und-dann-Geliebte Isabella beispielsweise erscheint nicht gerade überrascht oder gar schockiert, als sie herausfindet, dass ihr Erst-Gegenspieler-und-dann-Geliebter nicht Drogenkurier, sondern Wachmeister ist. So mancher Seifenoperdarsteller wirkt da authentischer. Auch der Chef der beiden Ermittler wirkt mit seiner Helmut-Kohl-Erscheinung und -Stimme eher lustig und weniger ernsthaft.
Durch die exzessiv eingesetzte Handkamera sollen die eigentlich oft sehr ansprechenden Bilder sicher dynamisch, aktiongeladen und besonders modern wirken. Bei mir wirkt’s nicht – macht mich eher nervös und lässt mich von der Cola aufstoßen. Ich bin lange nicht so enttäuscht aus einem Kinosaal getrottet.

Bewertung: 1 von 5 Sternchen
Gesehen am 05. September
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 1, Platz E11
Kostenfaktor: 5,50 Euro

31 Aug

Film: Open Water 2

Mit der Absicht einen dreißigsten Geburtstag an Bord einer schicken Yacht zu feiern, stechen sechs junge Leute in See. Nachdem sich auch die letzten Partygäste von Bord und ins abkühlende Naß gestützt haben fällt es ihnen wie Salzwasser von den Augen: Da war doch was! Richtig, die Leiter. Die Bordleiter wurde belassen wo sie war und die drei Pärchen sehen sich ernsthaften Problemen gegenüber.
Wer den Film "Open Water" gesehen hat, wird wissen, dass es sich bei "Open Water 2" keinesfalls um die Fortsetzung handeln kann. Vielmehr ist dieser Streifen eine Adaption der bekannten Story vor einer ebenso bekannten Kulisse der jedoch unter der Regie des Werbefilmemachers Hans Horn entstanden ist. Dabei hat er es keinesfalls verdient als billiger Nacharmer abgestempelt zu werden – ein anderer Titel wäre sicher von Vorteil gewesen.
Entgegen vieler Kritiken, die ich mir im Netz angesehen habe, finde ich den Film klasse. Die Spannung verläuft in einem sehr interessanten Bogen, die Kameraführung lässt einen selber immer wieder die Luft anhalten und die musikalisch Untermalung hat mir auch sehr gut gefallen.

Bewertung: 5 von 5 Sternchen
Gesehen am 30. August
im Cinemaxx Hannover Nikolaistraße · Saal 5, Platz A8
Kostenfaktor: 7,00 Euro

25 Aug

Reincarnation

Hier gibt es ein paar festgehaltene Eindrücke der hannoverschen Techno-Parade 2006 zu sehen.

04 Feb

Eis, Eis, Baby 2006

Die erforderlichen 13cm Eisdicke scheinen erreicht, am Maschsee tobte heute der Bär! Nicht nur Familien, Schlittschuhläufer und Hunde haben sich auf und um dem See versammelt, auch diverse Dienstleister waren zu sehen. Schlittschuhe konnten geliehen, geschliffen oder auch gleich gekauft werden. Fürr die Stärkung zwischendurch wurden Bratwurst, Glühwein und Crêpes angeboten. Hier mal ein paar Impressionen des winterlichen Vergnügens.

31 Okt

Elefantenbaby

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Ich hatte heute das Glück, das frisch geschlüpfte Elefantenbaby im Zoo Hannover vor die Linse zu bekommen.

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