Film: World Invasion – Battle L. A.
“Ich will lieber nach Afghanistan!”, meint der schwarze Marine, als er im Truppen-Helikopter an eine Front und zu einem Gegner geflogen wird, den zu bekämpfen er nie gelernt hat. Es sind weder Taliban noch Al-Qaida, denen er sich in den Weg stellen soll, sondern Wesen aus dem All, die in den Straßenzügen von Los Angeles wüten und Stadt und Bewohner in Schutt und Asche legen.
Wie jeder ordentliche Alien-Kriegsfilm, startet auch Battle L. A. erst einmal mit viel Frieden – hier sind es Bilder vom Strand, die Vorbereitungen einer Hochzeit. Auch das obligatorische, vereinsamte und eigenbrödlerische Urgestein ist vorhanden: Ein Sergeant (Aaron Eckhart, The Dark Knight), der den großen Kampf dann doch seiner Pensionierung vorzieht und mit einer kleinen Einheit alles zum Guten wenden will.
Die Bilder sind dokumentatorisch gedreht, wackeln wie wild und machen einen zu Beginn etwas kirre. Markige Sprüche dürfen natürlich nicht fehlen, sind aber arg dick aufgetragen und wollen so cool sein, dass sie schon wieder nicht cool sind. Ansonsten hat man mit Battle L. A. einen Army-Werbefilm gesehen, den man nach ein paar Tagen schon gar nicht mehr richtig von Independence Day, Skyline, Monsters & Co. wird abgrenzen können, denn die Handlung ist universell wie vorhersehbar und die Darsteller (mit dabei ist auch die kleine Kampfamazone, die immer eine kleine Kampfamazone in solchen Filmen spielt) muss man nicht unbedingt erwähnen.
Mit den zwei Bierchen des Cinemaxx-Männerabends in der Hand ist das ganze sehrbar, aber nun wirklich kein Meisterwerk.
Übrigens: Klasse, dass das Kino so spendabel ist und zwei Flaschen zum Preis von einer verkauft, der dann aber so hoch ist, dass man eigentlich drei bekommen müsste.
Bewertung: 3 von 5 Sternchen
Gesehen am 13. April um 20:00
im Cinemaxx Hannover Raschplatz · Saal 4, Platz G23
Kostenfaktor: 10,00 Euro