Geocaching mit DakotaDas Dakota ist zwar ein praktisches, handliches und leistungsfähiges GPS-Gerät für unterwegs, benötigt aber einige Tuning-Maßnahmen, damit es für den Geocache-Alltag ein noch besserer Begleiter wird und bietet auch sonst erstaunlich viel Anpassungsmöglichkeiten. Alles hier beschriebene wurde am Dakota 20 getestet, kann aber in vielen Punkten sicher auch auf die Schwestermodelle der Garmin-Familie (Oregon, Colorado, etc.) übertragen werden. Anmerkungen, Verbesserungen und Kritik sind selbstverständlich willkommen!

Im Ausgangszustand sorgt lediglich die sogenannte Basemap für rudimentäre Orientierung auf der Kartenseite des Gerätes. Hier sind weltweit Landesgrenzen, größere Städte, Hauptverkehrsstraßen und Wasserflächen verzeichnet. Um etwas mehr Detailverliebtheit an den Tag zu legen und die 850 MB des internen Speichers sowie die Möglichkeit einer SD-Karte ansatzweise auszuschöpfen, kann auf die kostenpflichtige topografische Karten von Garmin oder die Daten des OpenStreetMap-Projektes (OSM) zurückgegriffen werden. Mit beiden Varianten bekommt man ein relativ dichtes Straßen- und Wegenetz sowie zahlreiche Points of Interests (POI) für einzelne Länder, Europa oder gleich die ganze Welt. Da sie im Vektor-Format vorliegen, ist ein nahezu beliebiges Zoomen bei gleichzeitig sparsamen Speicherverbrauch möglich. Meine Entscheidung war hier sehr monetär geprägt und fiel sofort auf OSM.
Weiter »

Geocache in seinem VersteckDanke für das Daumendrücken. Das schöne Wetter am Sonntag hat einen ausgiebigen Test des neuen Dakota 20 von Garmin möglich gemacht und uns nebenher noch das heben einiger Caches erlaubt. Als Testgelände musste eine zehn Kilometer lange Strecke vor der eigenen Haustür herhalten, denn hier gab es noch einiges zu finden.

Der erste Eindruck hat nicht getäuscht: Mit dem kleinen GPS-Gerät hat ein Geocacher eigentlich alles was er braucht. Die im ersten Bericht erwähnten Eigenschaften des Displays sind im Betrieb nicht so störend, wie man denken mag. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit lassen sich alle Schaltflächen des Touchscreens sicher treffen und selbst die Texteingabe zielsicher verwenden. Mangels Sonne kann ich zu den oft als Negativpunkt genannten Displayreflexionen und schlechten Kontrastverhältnissen nicht viel sagen – gestört hat mich da nichts. Allerdings muss die Helligkeit für mich bis zum Anschlag aufgedreht sein. Dass stets nur ein sehr kleiner Ausschnitt der Karte zu sehen ist, liegt an der Gerätegröße und der Auflösung, ich komme mit beidem gut zurecht.
Weiter »

Garmin Dakota 20Ein neues technisches Spielzeug musste her. Unsere bisherigen Erfahrungen mit dem Geocachen haben wir mit einem alten eTrex Vista von Garmin gemacht. Ein wirklich gutes Gerät, aber etwas in die Jahre gekommen. Die Koordinaten mussten von Hand eingetragen werden, nachdem die Beschreibung des Caches auswendig gelernt oder auf Papier gebracht wurde. So hatten wir zwar stets ein paar Ziele dabei, aber wirklich flexibel war man nicht. Eine richtige Karte hatten wir auf dem eTrex genauso wenig, wie ein Verbindungskabel zum PC (an dem so ein komischer proprietärer Stecker gehört).

Nun haben wir uns für das Dakota 20 entschieden. Auf dem Markt der GPS-Geräte ist es preislich in der unteren Hälfte angesiedelt und extra auf die Bedürfnisse von Geocachern ausgerichtet. Mit etwa 10 x 5,5 Zentimetern ist es fast hemdtaschentauglich und auch hinreichend leicht. Das geht natürlich zu Lasten des Displays, welches aber immerhin farbig und “touchig” ist.

Der erste Eindruck ist ein guter. Das Gerät kommt schick und wertig verarbeitet daher und schmeichelt der Handfläche. Wer jemals ein iPhone in Händen hielt, dem gruselt es jedoch leicht, wenn er sich dem Display zuwendet: Bedingt durch die Abmessungen des Empfängers kann es größer zwar nicht sein, aber die Auflösung ist doch eher mau und das Ansprechverhalten beim Scrollen und Auswählen nicht gerade hochpräzise. Für navigatorische Zwecke scheint es aber ausreichend – der Praxistest wird es zeigen.

Dakota Bildschirmfoto: KartenansichtDas Menü erscheint (weitestgehend) aufgeräumt und logisch. Die Größe des Einflusses, den Geocaching auf den Outdoor-Navi-Markt hat, kann man an der Positionierung der entsprechenden Funktion im Dakota erkennen: Gleich auf der ersten Seite prangt das gc.com-Logo, hinter dem sich die Verwaltung von Geocaches verbirgt. Das musste natürlich gleich ausprobiert werden: Die generierten Pocket Querys (gmx-Dateien) auf die Speicherkarte kopiert und angeschaltet. Schon werden die nächstgelegenen Kandidaten aufgelistet, lassen sich suchen und werden in der Karte mit dem entsprechenden Icon (Tradi, Multi, etc.) dargestellt. Angaben zur Größe, Schwierigkeit, Owner, Beschreibung und Hint sowie die letzten fünf Logs hat man so stets dabei. Verzichten muss man auf Spoiler-Fotos, denn das Dakota hat keinen Bildbetrachter. Hier kommen wir aber schon zum nächsten Thema: Karten. Mit der neusten Firmware lassen sich auf die Geräte der Dakota- und Oregon-Reihe nicht nur Vektor-, sondern auch Rasterkarten laden. Wenn man nun aus einem Bild eine solche Rasterkarte erstellt, sollte man dieses auch unterwegs anzeigen können. Hierzu folgen Test und Bericht.
Zurück zu Vektor-Karten: Geliefert wird der kleine Wicht mit der Basemap. Die enthält weltweit Landesgrenzen, Hauptverkehrsstraßen, Flüsse und weiteres. Für Autofahrer, Radfahrer oder gar Wanderer ist das bei weitem nicht ausreichend. Dafür gibt es aber ja (neben den teuren Topo-Karten von Garmin) das Open-Street-Map-Projekt. Die OSM von Deutschland (etwa 360 MB) funktioniert hier klasse. Achja, Speicher: 850 MB und die Möglichkeit SD-Karten einzubauen sind integriert.

Toll ist der Empfang von GPS-Signalen. Zwischen dem alten eTrex und dem neuen Dakota liegen da Welten. Selbst die erste Initialisierung ging fix und seitdem wird die Position nach dem Einschalten sofort richtig erkannt und sogar hier am Schreibtisch gehalten.

So, jetzt drückt uns mal die Daumen, dass das Wetter am Sonntag mitspielt. Dann wird der Neue in der freien Wildbahn getestet. Meine Eindrücke hinsichtlich Genauigkeit, Stromverbrauch, Alltagstauglichkeit beim Cachen und weitere Erfahrungen werde ich dann natürlich zum Ausdruck bringen.

Hier geht es weiter im Test.

Technik finde ich spitze. Selbst elektronisches Spielzeug mit eher eingeschränktem Nutzen habe ich nicht selten vor der richtigen Marktdurchdringung (so sie denn überhaupt folgte) überteuert erworben. Alledings lese ich auch gerne und viel. Nachrichten häufig am iPhone, Newsletter und Artikel am Rechner. Aber: Romane, Krimis und Thriller in Buchform.

Und genau bei diesem Medium stehen wir – glaubt man Amazon, Sony & Co. – am Rande einer Revolution. Gut, diese eBooks werden bereits seit gefühlten fünf Jahren gefeiert und bei Technik- und Büchermessen als ausgereift vorgestellt, aber jetzt sollen diese Dinger doch tatsächlich den Weg in den Massenmarkt finden.

Wird ja auch Zeit: Endlich kann ich 200 ungelesene Bücher inklusive Netzteil mit mir rumschleppen, darf auf den Akkustand meines kontrastarmen Romans achten, mich ärgern wenn ich ihn aus der Hand fallen lasse und er zerbricht. Endlich kann ich mein Buch nicht mehr mit an den Strand nehmen, sondern muss es vor Sonne, Sand, Salz, Feuchtigkeit und Dieben schützen. Endlich brauche ich mein Buch nicht weiterverschenken oder verkaufen – wofür gibt es DRM? Endlich steht nichts mehr im Regal rum und riecht beim Blättern angenehm nach Druckerschwärze. Endlich spare ich bei Thalia die Versandkosten, wenn ich mir Stephen Kings “Wahn” für 20,95 EUR kaufen kann und brauche nicht nur 9,95 EUR zahlen.
Ihr seht schon, ich freue mich auf dieser Wunder nutzloser Technik wie bekloppt. Während die CD bei ihrer Einführung einige Vorteile gegenüber der Langspielplatte hatte, können Kindle und seine Geschwister kaum etwas besser als das Buch. So lange ich die komplette Bandbreite aktueller Literatur in meiner Buchhandlung um die Ecke auf schönem – gerne auch chlorfrei gebleichten – Papier zu normalen Preisen bekommen kann, werde ich mir kein eBook-Dingsbumms zulegen! Das verspreche ich. Wie sieht das bei Euch aus?

Da müssen wir doch mal schaun, ob das Teil hält, was die Verpackung verspricht. Leider habe ich gerade keinen 10m-Teich, sondern nur ein Weizenglas zur Hand. Aber es geht ja ums Prinzip. :o ) Ich trau mich auch nicht wirklich, sie einfach so fallen zu lassen – wenn die neue Olympus µ[mju:] 770 SW jedoch einen ungewollten Absturz aushält, ist das doch schonmal erfreulich zu wissen.