Am Zahn der Zeit
Man möge meinen, Überreste aus einem anderen Jahrhundert oder Spuren einer fernen Zivilisation zu sehen – und doch ist man ganz nah dran.
Man möge meinen, Überreste aus einem anderen Jahrhundert oder Spuren einer fernen Zivilisation zu sehen – und doch ist man ganz nah dran.
Geschätzte 32,5 Liter Regen hatte bis zum Auftritt von Peter Fox gegen 22 Uhr jeder der 25.000 Besucher über sich ergehen lassen. Zu diesem Zeitpunkt kapitulierten auch die letzten Schirmherren, packten ihre Sichtsperren ein und gaben sich der Naturgewalt hin. Coole Trommeleinlagen und der Auftritt von Miss Platnum rahmten die bekannten Klassiker wie Stadtaffe, Schwarz zu blau und Haus am See ein, und die bei Thomas D. und Farin Urlaub noch etwas klamme Stimmung war spätestens bei Alles neu auf dem Höhepunkt. Immerhin, so stellte die einzelne fantastische Vier treffend fest, ist man ja nicht aus Zucker. Den Anfang der diesjährigen Starshow machte Stefanie Heinzmann.
Sie heißen Hashbrown, Peace Royale oder Waky Love und sprinteten am gestrigen Nachmittag über die Pferderennbahn der neue Bult in Hannover / Langenhagen. Beim Großen Preis der VGH Versicherungen mussten Tier und Jockey bei teils strahlenden Wetter schwitzen, während das Publikum ein Eis genoss, Wettscheine ausfüllte oder das familienfreundliche Rahmenprogramm verfolgte.
Das Jahr hat gerade erst begonnen.
Und das Zoojahr 2009 für uns auch, denn eine aktuelle Zoo-Jahreskarte ist in der Tasche. Es wird also in der nächsten Zeit immer mal wieder ein paar neue Fotos zu diesem Thema geben.
Den Anfang macht die neuen Themenwelt Yukon Bay, beziehungsweise das, was man davon schon sehen kann. Hier werden sich ab 2010 auf 22.000 Quadratmetern Eisbären, Robben, Pinguine und Wölfe die Ehre geben.
Leider dauert es also noch etwas, bis das Gelände mit Leben erfüllt sein wird. So lange sei das offizielle Bautagebuch des Erlebnis-Zoo Hannover empfohlen.
Na, wenn das mal kein Timing war. Bei strahlendem Winterwetter verwandelte sich der Maschsee nach drei Jahren mal wieder in ein Zentrum des Wintersports. An den beiden Tagen haben sich etwa 150.000 Menschen mit Schlittschuhen, zu Fuß oder mit Schlitten auf der Eisfläche getummelt und nebenbei für ein tolles Verkehrschaos und zahlreiche Einsätze der Rettungskräfte gesorgt.
Die Dicke des Eises wird weiter beobachtet: Möglicherweise wird die Freigabe im Laufe der Woche zurückgezogen, vielleicht sorgen aber ja auch weitere kalte Nächte für die sogenannte Partydicke von 20cm. Dann könnten auch Buden mitten auf dem See aufgebaut werden.
Erschreckend, welche Wortschätze man auf einer kleinen Reise durch Hannover entdecken kann.
Es gibt einen Toten in der niedersächsischen Hauptstadt. Ausgerechnet am Maschsee liegt die zungenlose Leiche. Ein Team der hannoverschen Mordkommission nimmt sich der Sache an und geht auf die Jagt nach dem Täter.
Die Charaktere sind mit ihren Eigenartigen und Schrulligkeiten liebevoll von Susanne Mischke gezeichnet und die Geschichte interessant und amüsant erzählt. Leichte Schwächen in der Handlung soll eine ordentliche Portion Lokalpatriotismus wieder wett machen: Es wimmelt nur so von 96-Fahnen, authentischen Orten und historischen Ereignissen. Stellenweise wird hier etwas zu dick aufgetragen – mir ist noch nie aufgefallen, dass in einem Roman dermaßen viele Straßennamen genannt werden. Andererseits macht dieser Stil auch das besondere der Geschichte aus, die ansonsten nicht aus dem Einheitsschema von Kriminalromanen herausfallen würde.
In Film und Literatur spielt Hannover bisher leider keine große Rolle, vielleicht ändert sich das ja mit der Fortsetzung der Reihe. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass in erster Linie die Niedersachsen ihren Spaß am Provinzkrimi haben werden.
Bewertung: 3 von 5 Sternchen
“Der Tote vom Maschsee” von Susanne Mischke
Gelesen im Oktober 2008 · Lesezeit: eine gute Woche
Quelle: geliehen
Ein strahlender Spätsommertag auf dem Kronsberg mit vielen bunten Drachen. Obwohl der Wind eher mangelwahre war, gibt’s hier einige Fotos. Auch am morgigen Sonntag steigt das Drachenfest in Hannover – im wahrsten Sinne des Wortes.
800 Musiker, 100 Bands, 20 Orte und 10 Stunden – die Bilanz der Fête de la Musique in Hannover am vergangenen Samstag. Die unterschiedlichsten Musikrichtungen, kombiniert mit tollem Wetter haben mal richtig Spaß gemacht. Und als Partylocation scheint eine U-Bahnstation ideal zu sein.
Die Innenstadt Hannovers konnte am Sonntag autofrei erlebt werden. Durch die Sperrung für den motorisierten Verkehr waren die Straßen frei für Radler, Skater und Fußgänger und zugleich Bühnen für unterschiedliche Veranstaltungen. Auch unser Ministerpräsident Christian Wulff hat sich unter das Volk gemischt und wurde über die neusten Trends zum Thema erneuerbare Energien auf dem Solarfest am neuen Rathaus informiert.