
Eine Reihe von befremdlichen Ereignissen sucht die beschauliche amerikanische Kleinstadt Ogden Marsh heim: Die Einwohner scheinen nicht mehr sich selbst und von einer sonderbaren Aggressivität besessen zu sein und – wie sollte es anders sein – durch den Eingriff des Militärs wird aus der Situation ein reines Chaos.
An was erinnert uns ein solcher Plott? Richtig: Zombies. In diesem Fall zwar nicht ganz korrekt, aber vom Stil her ein Volltreffer. Wer jetzt aber mit einem “Langweilig, alles schon 1000x gesehen”-Gesicht abwinkt, tut The Crazies durchaus Unrecht, denn Regisseur Breck Eisner vermochte aus der in der Tat nicht sonderlich originellen Grundidee, einen spannenden, atmosphärisch dichten und gut gespielten Streifen zu basteln, bei dem es sich im übrigen um ein Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1973 handelt.
Auf einen langatmigen Prolog wird geschickt verzichtet, so dass sich Zuschauer und Protagonisten ziemlich rasch auf dem Weg in die Apokalypse befinden. Bei letzteren beschränkt sich Eisner auf drei, vier Hauptcharaktere, deren Entwicklung einem erstaunlich nahe geht – anders als bei vielen Splatter- oder Teeniehorrorfilmen. Verkörpert werden die Überlebenskämpfer unter anderen durch Timothy Olyphant (Hitman, Stirb langsam 4.0) und Radha Mitchell (Surrogates, Silent Hill), die ein in ihren Funktionen als Sheriff beziehungsweise Ärztin perfekt in das Kleinstadtleben integriertes Pärchen geben.
Dadurch, dass bei The Crazies nicht der konventionelle geistlose, träge aber schwer kaputtbare Zombie durch die Gegend schlurft, können neue Stränge in das Genre geknüpft und weitere Facetten hinzugefügt werden. Zusammenfassend handelt es sich um eine gelungene Neuauflage und einen gleichzeitig kurzen, wie kurzweiligen Film, bei dem es sich lohnt eine Seh-Empfehlung auszusprechen.
Bewertung: 4 von 5 Sternchen · Gesehen am 03. Juni um 20:45 · im Cinemaxx Hannover Nikolaistraße mit Alex · Saal 3, Platz C10 · Kostenfaktor: 7,50 Euro