Coldplay rockt Hannover
Seit Weihnachten lagen bei Daniel & Wiebke und bei uns die Eintrittskarten herum und weckten somit immer mal wieder die Vorfreude auf das große Open-Air-Event in Hannover. Gestern war es dann so weit: Ziemlich genau um neun Uhr – zwei Vorgruppen waren bereits ausgepowert – füllten die ersten Töne von Life in Technicolor das mit 37.000 Menschen besetzte Stadion in Hannover. Das war der Anfang einer durchgängig gelungenen Show, in der Chris Martin und seine drei Jungs von einem Superhit zum nächsten und quer über die (zwar voluminöse, aber irgendwie unauffällige) Bühne sprinteten.
Nach dem obligatorischen Guten Abend meine Freunde wanderten, passend zum Titel Yellow, große gelbe Ballons durch das Stadion und tausende kleine Schmetterlinge flogen dann zur späteren Stunde aus Konfettikanonen in die Arme der begeisterten Mädels.
Besonders schön war der Bühnenwechsel und die dann dort vorgetragenen Akustik-Songs. Auch die immer wieder eingestreuten Pianotöne sorgten für Abwechslung. Bei Michael Jacksons Billy Jean breitete sich schließlich eine fühlbar knisternde Atmosphäre über dem Ort aus, an den Hannover 96 ansonsten seine Niederlagen erlebt.
Als Erinnerung an diesen schönen Abend gab es, nach einem abschließenden Feuerwerk, am Ausgang dann noch für jeden Besucher eine Live-CD – tolle Idee einer wirklich sympathischen Band.
Die Setlist und weitere Infos zur Veranstaltung, sowie links zu Youtube-Versionen der Songs gibt es bei coldplaying.com und besagte Live-CD leftrightleftrightleft ist bei der Band herunterladbar.
Geschätzte 32,5 Liter Regen hatte bis zum Auftritt von Peter Fox gegen 22 Uhr jeder der 25.000 Besucher über sich ergehen lassen. Zu diesem Zeitpunkt kapitulierten auch die letzten Schirmherren, packten ihre Sichtsperren ein und gaben sich der Naturgewalt hin. Coole Trommeleinlagen und der Auftritt von Miss Platnum rahmten die bekannten Klassiker wie Stadtaffe, Schwarz zu blau und Haus am See ein, und die bei Thomas D. und Farin Urlaub noch etwas klamme Stimmung war spätestens bei Alles neu auf dem Höhepunkt. Immerhin, so stellte die einzelne fantastische Vier treffend fest, ist man ja nicht aus Zucker. Den Anfang der diesjährigen Starshow machte Stefanie Heinzmann.