Schmunzeln musste ich neulich, als irgendwo in einem Fernsehbeitrag über die Bemühungen der Stiftung Warentest berichtet wurde, die Systematik der Preispolitik bei der Bahn zu ergründen. Man ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es keine gäbe.
Ähnliche Erfahrungen musste ich sammeln, als nun die Anschaffung einer BahnCard anstand. Durch das Studium bin ich jetzt ja etwa zehn mal im Jahr in Pinneberg, Stuttgart, Leipzig oder München. Da fahre ich also oft Bahn und dachte mir, dass man mit einer BahnCard (BC) unter’m Strich sicher gut bei weg kommt.
Erste Ernüchterung: Für den Studententarif der BC-50 bin ich zu alt.
Zweite Ernüchterung: Wenn man langfristig planen kann, lohnt die BC-50 eh nicht. Dummerweise bekommt man dort nämlich nur 50 Prozent Rabatt auf den Normalpreis und keinerlei Vergünstigungen bei Spar-Angeboten. Diese wiederum gibt es in unterschiedlichem Umfang eigentlich immer, wenn man rechtzeitig und nicht von heute auf morgen plant und sich dann gleich auf eine Verbindung festlegt. Die BC-25 hingegen reduziert auch die Sparpreise um ein Viertel und kostet keine 60 Euro, wodurch sie sich bereits durch ein einmaliges München-Und-Zurück rentiert.
Was nun aber jeweils eine Fahrt kostet, dass bleibt das Geheimnis der Bahn. Mein Verdacht ist ja
Quersumme der Abfahrtszeit * Verspätungsfaktor hoch Abfahrtsgleis
aber da bin ich noch nicht sicher.
Ein Hit ist auch die elektronische Ticketbestellung: Wenn ich einzeln eine Hin- und eine Rückfahrt buche, bin ich bislang immer günstiger bei weg gekommen, als wenn ich eine Hin- und Rückfahrt gemeinsam ordere. Ist das normal?! Lustigerweise kosten die beiden Wege auch nie den gleichen Betrag. *arrg*
Zum Fan der öffentlichen Verkehrsmittel werde ich wohl nie werden. Immerhin gibt es so hier sicher regelmäßig neues zu berichten…