Wir schreiben das Jahr 1954 und befinden uns auf Shutter Island, einer weit abgelegenen und nicht gerade einladenden Insel, die duzende geisteskranke Kriminelle, ihre Ärzte und Wärter beheimatet. US-Marschal Edward “Teddy” Daniels hat den Auftrag, gemeinsam mit seinem Partner das Verschwinden einer Patientin zu untersuchen.
Die Zusammenarbeit zwischen dem regieführenden Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio (Der Mann, der niemals lebte, Blood Diamond) scheint gut zu laufen, denn nach bereits drei gemeinsamen Werken (Gangs of New York, Aviator, Departed), bringen die beiden nun diese Geschichte auf die Leinwand, die auf einem Roman von Dennis Lehane basiert.
Sein überragendes Talent und die Entwicklung vom Teeny-Schwarm zum erstklassigen Schauspieler zeigt DiCaprio dabei erneut und spielt seine Rolle, als wäre sie nur für ihn erschaffen. Mit dem oskar-erfahrenden Ben Kingsley (Schindlers Liste) wird weiteres Gewicht in die Waagschale der Darsteller geworfen und auch die eigentlich ziemlich kleine Rolle des Junior-Ermittlers Chuck wird durch einen gut spielenden Mark Buffalo (Zodiac) stark aufgewertet.
Durchgehend wirkt eine bedrückende, düstere und auch beängstigende Atmosphäre auf den Zuschauer ein, die schon alleine durch den Ort des Geschehens erzeugt, aber durch Wetter, Musik und natürlich die Entwicklung der Geschichte weiter getragen wird. Die Bilder sind durchgehend rau, dreckig – überzeugend.
Statt einer seichten Aufklärung der Ungereimtheiten, sieht sich der Kinobesucher einem zunehmenden Gewirr an Andeutungen und Rätseln gegenüber. Gleich mehrere Dimensionen der Rückblenden machen es ihm dabei nicht gerade leicht, aus Shutter Island jedoch einen meiner Meinung nach grandiosen Film, den man so schnell nicht los wird.
Bewertung: 5 von 5 Sternchen · Gesehen am 16. März um 19:50 · im Cinemaxx Hannover am Raschplatz mit Alex · Saal 1, Platz D16 · Kostenfaktor: 6,00 Euro
Zack: Vorhin noch in
Noch immer gibt es Leichenblässe, den dritten Teil der David Hunter-Reihe, nicht als Taschenbuch und daher wurde jetzt erst mal dieses Werk verinnerlicht.
Die Überzeugung, in einem vorherigen Leben ein Mörder gewesen zu sein, und deswegen nun einen Anwalt zu benötigen, raubt einem sterbenskranken Jungen den Schlaf und stellt von jetzt auf gleich das Leben des Strafverteidigers Robert Stern ordentlich auf den Kopf.
Das neuste Buch von Andreas Franz ist meiner Meinung nach eines seiner Bestes. Zu der Ober-Liga der Thriller-Autoren mag ich ihn zwar noch immer nicht zählen, aber eine Steigerung ist auf jeden Fall zu sehen und zu lesen.
Das spannendste an Krimis und Thrillern ist es für mich, zusammen mit den Kommissaren zu ermitteln und Täter, Motiv und weiteren Verlauf der Geschichte zu enträtseln. Oft laufen die Handlungsstränge von Mördern und Fahndern eine ganze Zeit über nebeneinander her und zum Schluss zusammen – manchmal staunt der Leser, manchmal wusste er schon vorher Bescheid. Auch bei diesem Franz hätte es sich angeboten so zu verfahren, indem etwas weniger über den Täter erzählt und die Spannung gehalten wird. Leider wird aber sehr schnell klar, wer und wie dicht der Übeltäter der Protagonistin Julia Durant ist. Viel Spaß geht so verloren und der Leser ist irgendwie außen vor.
Anders als sonst wird der Killer in diesem Franz zur Abwechslung mal durch Norddeutschland gejagt. Außerdem ist mit dem Duo Henning/Santos ein anderes Team auf der Seite der Guten. Aber eigentlich geht es mal wieder um einen Killer, der aus dem Dunklen nach seinen Opfern greift – wenn nun auch besonders häufig und wahllos.
Lebendig begraben zu werden, ist sicher eine der gruseligsten Vorstellungen der Menschheit. Nicht umsonst soll es sogar mittlerweile die Möglichkeit geben, Funkverbindungen oder Notruftasten in Särge einbauen zu lassen. Aber das würde dem Protagonisten Michael hier auch nichts nützen, der wird nämlich absichtlich verbuddelt und zwar von seinen besten Freuden am Junggesellenabschied. Ist das mal ne baknackte Idee?
Nachdem er sie auf mittelalterliche Weise gefoltert und getötet hat, verbuddelt ein Serienkiller seine Opfer systematisch angeordnet auf einem Acker. Was steckt dahinter, wie sucht er seine Opfer aus und wann wird er erneut zuschlagen?
Nachdem fünf Freunde in ihrer kleinen Hinterhof-Softwareschmiede Monkeewrench das Online-Spiel Serial Killer Detective entwickelt und dann als Testversion ins Netz gestellt haben, müssen sie mitansehen, wie die dort beschriebenen und illustrierten Mordszenen nacheinander in die reale Welt überführt werden. Obwohl die schnell hinzugezogene Polizei somit stets weiß, was als nächstes kommt, scheint der Täter immer einen Schritt voraus zu sein…