Stichwort: Thriller

26 Nov

Film: Der Mann, der niemals lebte

Auf der Suche nach Informationen über Drahtzieher und Bombenbauer im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist der CIA-Agent Roger Ferris (Leonardo DiCpario, toll) undercover und bärtig im nahen Osten unterwegs. Dabei hat er via Mobiltelefon, Satellit und Beobachtungsdrohne steten Kontakt mit seinem Verbindungsoffizier (Russel Crowe, weniger toll, dafür ganz schön dick).

Irgendwann war trotz toller Landschaftsaufnahmen der Moment, da habe ich geistlich so weit abgeschaltet, dass es mir total egal war, wer jetzt auf welche Art und Weise falsch spielt, welches Ziel verfolgt und gegen wen ist. Das mag an der gähnend langweiligen ersten Filmstunde, den ganzen uneinprägsamen Namen oder der stellenweise schlicht unglaubwürdigen Story mit übertriebener Fiktion gelegen haben – oder an eben dieser Kombination.

Mit Departed oder Blood Diamond hatte sich DiCaprio definitiv auf bessere Bücher eingelassen und konnte sich überzeugender beweisen. Ohne ihn hätte ich mir aber noch einen Stern sparen können.

Bewertung: 2 von 5 Sternchen
Gesehen am 26. November 25. November um 20:00
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 2, Platz C15
Kostenfaktor: 6,50 Euro

13 Aug

Film: Akte X – Jenseits der Wahrheit

Wenn ich mich auch nie als treuen, zuverlässigen Serienfan gesehen habe, schaute ich doch ganz gerne die ein oder andere Folge von Akte X. Das ist jetzt gut sechs Jahre her. Wahnsinn. Nun lief also der zweite Kinofilm an und nach einem nicht abschreckenden Trailer wollte ich mal wieder Scully und Mulder in Aktion sehen. Irgendwie hatte der Kinoabend dann auch etwas nostalgisches.

Trotz der einen oder anderen Anspielung an den Serien-Hintergrund ist die Story sicher auch dem Akte-X-Unkundigen verständlich, was nicht zuletzt an dem ziemlich banalen Drehbuch liegt. [Spoiler] Dieses behandelt weder Außerirdische noch komplexe Verschwörungstheorien, sondern befasst sich mit Organhandel, pädophilen Sehern und frankenstein’schen Menschenexperimenten. Nebenbei wird dann noch am Gehirn eines Kindes nach gründlicher Vorbereitung in Form einer Google-Recherche herumoperiert. [/Spoiler] Mangels Tiefe konnte mich das alles nicht vom Hocker hauen. Mir sind Serienfolgen im Gedächtnis, die sehr viel fesselnder waren und selbst einen spannenderen Tatort meine ich schon gesehen zu haben. Bin ich alt geworden?! In den zehn Jahren zwischen den Kinofilmen hätte man da mehr leisten können. Scully und Mulder (letzterer übrigens neu synchronisiert, da der “alte” zu viel Geld wollte) vermögen aber dennoch einen passablen Film aus dem Werk zu machen und die technische Umsetzung kann ebenfalls überzeugen.
Irgendwie hatte ich nach der Vorstellung das Gefühl, noch mal wieder von den beiden (Ex-)FBI-Agenten zu hören. Mich würde nicht wundern, wenn es weitere Kinofilme oder gar neu erwachte Serien-Ambitionen gäbe. Möglicherweise war “Jenseits der Wahrheit” ja nur ein Testballon zur Einschätzung des Publikuminteresses? Jedoch wird man dadurch weniger neue Anhänger gewonnen, als alte vergrault haben – ein gelungenes Revival sieht anders aus.

Bewertung: 2 von 5 Sternchen
Gesehen am 06. August um 20:15
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 10, Platz A12
Kostenfaktor: 5,50 Euro

18 Jun

Film: The Happening

Ein schneller Einstieg. Gleich in den ersten Minuten wird der Zuschauer Zeuge der mysteriösen Ereignisse: Menschen begehen leminggleich Selbstmord. Keine lange Einführung, kaum emotionaler Aufbau der Charaktere. Hierunter leidet der Film sehr lange. Dennoch: Fesselnd und spannend. Mark Wahlberg kommt gewohnt unmotiviert rüber. Nicht überzeugend. Idee, Geschichte und Bildführung können die Dialogschwächen jedoch gut kompensieren. Erkenntnis: Immer schön lieb zur Natur sein.

Bewertung: 3 von 5 Sternchen
Gesehen am 17. Juni um 20:15
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 1, Platz J17
Kostenfaktor: 5,50 Euro

09 Aug

Film: Blood Diamond

Blood Diamond ist ohne Zweifel keine cineastische Schonkost, sondern ein Streifen mit zum Teil bedrückend authentisch anmutenden Bildern und einer klaren Message. Dennoch wird der Zuschauer nicht mit erhobenen Zeigefinger bedroht – das Popcornkinopotential ist durchaus vorhanden. Die Probleme des afrikanischen Kontinents im Allgemeinen und jene durch den Handel mit Blutdiamanten im Besonderen werden durch die Verknüpfung mit Unterhaltung mit hoher Wahrscheinlichkeit stärker in unsere heile Welt getragen, als es drei Nachrichtenminuten schaffen würden. Erkenntnis: Unter alleiniger Betrachtung des Naturraums scheint Afrika wunderschön und eine Reise wert zu sein. Der Film erfüllt alle Vorraussetzungen für eine Fünf-Sterne-Bewertung: Eine interessante Thematik, eindrucksvolle Bilder und sehr gute Darsteller.

Bewertung: 5 von 5 Sternchen
Gesehen am 03. August um 21:30
Gilde Parkbühne Hannover · irgendwo auf den Klappstühlen
Kostenfaktor: 5,50 Euro

06 Jun

Film: Zodiac

Da es sich bei diesem Film um eine wahre Begebenheit handelt, ist der Story natürlich ein gewisser Rahmen gesetzt. Dennoch bietet sie jenen Spielraum, den die Autoren gut zu nutzen wussten um aus Zodiac einen interessanten Streifen zu machen. Dabei entstand weniger ein Psycho-, denn vielmehr ein "Reporter-Thriller", der die Geschichte über einen Serienmörder im San Francisco der späten 70er Jahre und die ihn jagenden Protagonisten erzählt. Zweifelsohne verlangt er dem Zuschauer eine gewisse Konzentration ab und fordert Durchhaltevermögen ein, aber dafür legt er im Genrevergleich eine irgendwie ernstere, reifere und realistischere Art an den Tag und nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise einer faszinierenden Mord- und Ermittlungsserie.
Erkenntnis : Die 70er waren im Hinblick auf Autos, Kleidung und Stil sicher eine schöne Zeit.

Bewertung: 4 von 5 Sternchen
Gesehen am 05. Juni 2007 um 19:30
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 7, Platz E9
Kostenfaktor: 6,50 Euro

25 Apr

Film: Sunshine

Die Sonne verliert Ihre Kraft und lässt die Erde samt Bevölkerung in der bitteren Kälte des Jahres 2057 erstarren. Das ist die Ausgangslage, in der sich eine bunt zusammengewürfelte Raumschiff-Besatzung mit Selbstmordauftrag gleich in der ersten Minute dieses Danny Boyle-Films wieder findet. Ihr Ziel ist es, eine monströse Atombombe in der Nähe des Sterns zu zünden, um – einem Gasherd gleich – dort eine Neuentzündung zu verursachen und die Menschheit dadurch retten. Nein, wir schauen nicht Armageddon – Sunshine läuft im Kino.
Selten ist die Projektionsfläche einer Kinoleinwand so ausgefüllt, wie bei diesem Film mit seinen weiten und beeindruckenden Bildern und den sich stets wiederholenden sonnenwarmen Farbtönen. Die Unscheinbarkeit des Individuums angesichts der allgegenwärtigen Präsenz des Zentrums unseres Sonnensystems wird durch faszinierende Bildkompositionen deutlich, an deren Rändern sich ab und an ein Männchen im goldenen Anzug zeigen darf. Extrem gut gesetzte musikalische Untermalung sorgt dabei für das ihre, unterstreicht die Stimmung und lässt auch die Soundanlage des Filmtheaters zur Geltung kommen.
Die Mannschaft kämpft. Um das Überleben der Menschheit und den dadurch entstehenden Druck. Mit dem eigenen Verstand und gegen das Ich und die Moral. Die die Besatzung betörende Wirkung der Sonne ergreift auch den Zuschauer: Man schwitzt, man friert – je nach Sonnenstand.
Trotz des eindruckstarken Beginns leidet Sunshine an Schizophrenie: Im letzten Drittel nähert sich die philosophische Sci-Fi-Psycho-Studie mit spirituellem Touch mit großen und stetig schnelleren Schritten dem Horror-Genre. Das polarisiert. Das ist gewollt. Und das gefällt! Danny Boyle, der auch für "28 Days Later" Hand angelegt hat, weiß, wie er an den Nerven des Publikums kitzeln muss. Na klar ist da was auf dem anderen Schiff. Man spürt es förmlich! Die Toten zeigen sich – wenn auch nur für mehrere Singleframes.
Sunshine ist ein visuelles Meisterwerk und ist garantiert bald im Klassikerregal neben "2001 – Odysee im Weltraum" der Videothek um die Ecke zu finden!

Bewertung: 5 von 5 Sternchen
Gesehen am 24. April 2007 um 20:00
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 8, Platz E8
Kostenfaktor: 5,50 Euro

15 Jan

Film: Departed – Unter Feinden

Die Geschichte handelt vom Bostoner Undercover-Cops Billy Costigan (Leonardo DiCaprio), dessen Auftrag es ist, sich im kriminellen Kreis um Frank Costello (Jack Nicholson) zu bewegen. Dieser Gangster-Boss hingegen, hat seinerseits Colin Sullivan (Matt Damon) als Spitzel in der Spezialeinheit des Police Departments platziert. Ziel der von der Wechselwirkung betroffenen Maulwürfe ist es nun, die eigene Haut durch ein möglichst langes Handeln im Verborgenen zu schützen und den jeweils anderen auffliegen zu lassen.
Regisseur Martin Scorsese fährt mit Top-Darstellern auf und lässt sich reichlich Zeit auch die zahlreichen Charaktere um die drei Hauptdarsteller auszubauen. Neben Wutausbrüchen, Schlägereien und langen Dialogen auf Gossen-Niveau (wenn ich den Film das nächste Mal sehe, werde ich Strichliste über die Anzahl der "Schwanzlutscher" führen), bekommt man als Zuschauer tiefen Einblick in die psychische Verfassung der beiden Nagetiere und des zusehends dem Wahnsinn verfallenden Costellos. Nicholson geht in seiner diabolisch-narzisstischen Rolle dermaßen überzeugend auf, dass man sich fragt, ob er nach seinen letzten Komödien-Auftritten nicht wirklich ein solches Arschloch sein muss.
Obwohl sie gegensätzliche Ziele verfolgen, zeigen Costigan und Sullivan viele Ähnlichkeiten, was nicht zuletzt durch das Entflammen der Liebe zu der gleichen Frau dargestellt wird. Zwar lässt sich dieser Umstand als etwas holprig konstruiert sehen, dennoch stellt die Dreiecksbeziehung ein begründetes Element im Film dar, der sich mit steigendem Rhythmus und mit einer erfreulichen Spezialeffekt-Sparsamkeit einem verblüffenden Show-Down nähert.

Bewertung: 5 von 5 Sternchen
Gesehen am 14. Januar 2007
im Cinemaxx Hannover am Raschplatz · Saal 10, Platz D13
Kostenfaktor: 9,00 Euro

31 Aug

Film: Open Water 2

Mit der Absicht einen dreißigsten Geburtstag an Bord einer schicken Yacht zu feiern, stechen sechs junge Leute in See. Nachdem sich auch die letzten Partygäste von Bord und ins abkühlende Naß gestützt haben fällt es ihnen wie Salzwasser von den Augen: Da war doch was! Richtig, die Leiter. Die Bordleiter wurde belassen wo sie war und die drei Pärchen sehen sich ernsthaften Problemen gegenüber.
Wer den Film "Open Water" gesehen hat, wird wissen, dass es sich bei "Open Water 2" keinesfalls um die Fortsetzung handeln kann. Vielmehr ist dieser Streifen eine Adaption der bekannten Story vor einer ebenso bekannten Kulisse der jedoch unter der Regie des Werbefilmemachers Hans Horn entstanden ist. Dabei hat er es keinesfalls verdient als billiger Nacharmer abgestempelt zu werden – ein anderer Titel wäre sicher von Vorteil gewesen.
Entgegen vieler Kritiken, die ich mir im Netz angesehen habe, finde ich den Film klasse. Die Spannung verläuft in einem sehr interessanten Bogen, die Kameraführung lässt einen selber immer wieder die Luft anhalten und die musikalisch Untermalung hat mir auch sehr gut gefallen.

Bewertung: 5 von 5 Sternchen
Gesehen am 30. August
im Cinemaxx Hannover Nikolaistraße · Saal 5, Platz A8
Kostenfaktor: 7,00 Euro

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