Mittlerweile haben wir unsere Ausrüstung nahezu komplett und die Vorbereitung auf unsere Padjelanta-Tour in den letzten Wochen weiter vorangetrieben. Hierzu gehören natürlich auch regelmäßige Märsche mit den vollgepackten Rucksäcken (65/85 und 50/60 Liter) – und die haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Unsere Packliste lässt sich in etwa so zusammenfassen:
Rund um’s Schlafen
Hier ist der größte Posten natürlich das Zelt. Für zwei Personen geeignet, silikonbeschichtet, mit Alu-Gestänge schön sturmfest und samt Abspannungen und Heringen drei Kilo schwer ruht es zwischen Deckel- und Hauptfach meines Rucksackes. Eine extra Bodenplane schützt Zelt und Bewohner hoffentlich vor unangenehmen Überraschungen durch Steine und ähnlichem. Isomatten (selbstaufblasernd, 3,8 cm dick) und Daunenschlafsäcke (1,2 Kilo) runden die Nacht-Ausrüstung ab.
Rund um’s Essen
Wie bereits erwähnt, versorgen wir uns zwei Wochen fast ausschließlich mit Trekking-Nahrung aus der Tüte. Insgesamt macht das Essen somit auch das meiste Volumen und Gewicht (gut zehn Kilo) unserer Ausrüstung aus und wird anfänglich für pralle Rucksäcke sorgen. Da das Essen aber gleich in den Tüten zubereitet werden kann, ist unsere Kochausrüstung relativ überschaubar und beschränkt sich auf ein Trangia-Sturmkocher-Set mit kleinen Töpfen, einem Spiritusbrenner und einer Minibratpfanne (für Rührei, Omelette und Pfannkuchen). Wasserflasche und Tasse sind dann noch dabei und ein kleiner Wasserfilter kommt auch mit. Knäckebrot, Müsliriegel, Schoki, Nüsse, Tee, Kakao & Co. müssen wir noch besorgen – ich habe keine Ahnung, wo wir damit noch hin sollen.
Rund um’s Anziehen
Jeden Tag ein frisches T-Shirt ist natürlich nicht. Somit haben wir nur einmal alles zum Wechseln dabei und müssen bei Bedarf unterwegs mal waschen. Regenhosen- und Jacken, Fleece-Oberteile und mückenstichdichte Hemden haben wir aber ebenso dabei, wie Hut, Halstuch und Sandalen. Letztere kommen dann zur Fußerholung am Abend und ggf. bei Bachfurten zum Einsatz.
Rund um die Hygiene
Gespannt bin ich auf die all-in-one Outdoorseife, die als Konzentrat für Körper, Haar, Geschirr und Kleidung genutzt werden kann und gleichzeitig ökologisch abbaubar ist. Wichtig ist natürlich auch der Sonnen- und Mückenschutz (wir versuchen es mit Anti-Brumm), das Zahnputzset, Handtücher und die Blasenpflaster. Desinfektionszeugs und Erste-Hilfe-Set (mit Verbandszeug, Schmerzmittel, Imodium, Voltaren und Micropur) sind ebenso an Mann und Frau, wie Klopapier und Brillenputztücher.
Rund um den Krimskram
Uhrzeitmann + Wildnis = Taschenmesserbedarf. Ist doch klar. Nach dem Abwegen zwischen sehr guten Bildern und sehr viel Gewicht muss nun die Spiegelreflex samt Wechselobjektiven daheim bleiben und macht Platz für eine Canon G11, für die ich gleich vier Akkus mitnehme und die in einer Ortlieb-Tasche schnell griffbereit ihren Platz findet. Der weitere Krempel im Deckelfach des Rucksacks besteht aus Taschenlampe (Fenix), GPS (Dakota), Kompass, Landkarte und ein wenig Reparaturzeugs zum Flicken, Nähen und Kleben. Papiere, Tickets, Notizbuch und ein Deck Spielkarten machen den Rucksack dann ganz voll und außen hängen abschließend noch die Wanderstöcke dran.
Ich bin gespannt, ob ich an alles gedacht habe und berichte nach der Tour, was von dem einen oder anderen Teil zu halten war.